Infineon | Erfolgsgeschichte am Wirtschaftsstandort Dresden
Mikroelektronik / Informations- und Kommunikationstechnologie | Best Practice: Erfolgreiches Wachstumsunternehmen

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Infineon | Erfolgsgeschichte am Wirtschaftsstandort Dresden
Diana Heuer

Head of Communications, Infineon Technologies Dresden GmbH


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Infineon Technologies Dresden: Mit kleinen Strukturen erfolgreich in großen Märkten
 

Die Infineon Technologies Dresden GmbH ist einer der größten Fertigungsstandorte der Infineon Technologies AG. Das Werk feiert in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen.

Gegründet wurde der heutige Hochvolumenproduktionsstandort einst als Siemens Microelectronics Center (SIMEC). Am 23. Dezember 1993 hatte der damalige Siemens-Vorstandsvorsitzende Heinrich von Pierer angekündigt, eine Halbleiterfertigung in Dresden aufbauen zu wollen. Fünfeinhalb Monate später kam Bundeskanzler Helmut Kohl zur Grundsteinlegung. Und neun Monate darauf war der Neubau bereits „ready for equipment“ – bereit für den Einbau der Produktionstechnik. „Diese Geschwindigkeit war nur möglich, weil alle Genehmigungen durch die zuständigen Behörden sehr zügig erteilt wurden“, sagt Pantelis Haidas, Leiter der weltweiten Infineon Frontend-Fertigungen. „Die Unterstützung durch die Politik ist bis heute vorbildlich. Insbesondere die Landeshauptstadt Dresden und die sächsische Landesregierung haben sich für die Halbleiterfertigung immer wieder politisch stark engagiert. Das ist für uns sehr wichtig.“ 

Dresdner Technologievorreiter 
Das Dresdner Werk produzierte zunächst Speicherchips auf 200-Millimeter-Wafern. Im Jahr 2000 nahm in der sächsischen Landeshauptstadt die weltweit erste 300-Millimeter-Fab den Betrieb auf. Heute fertigt die Infineon Technologies Dresden GmbH mehr als 200 verschiedene Produkte mit über 30 unterschiedlichen Technologien und bei Strukturbreiten von 0,25 Mikrometern bis 90 Nanometern. Zum Produktprogramm gehören hochwertige Chips für die Automobilindustrie, Power-Management- und marktübergreifende Anwendungen, Mikrocontroller sowie Sicherheitskomponenten für Reisepässe, Ausweise und Chipkarten. Infineon konzentriert sich heute auf drei zentrale Bedürfnisse der modernen Gesellschaft: Energieeffizienz, Mobilität und Sicherheit. Das Unternehmen ist zweitgrößter Hersteller von Chips für die Automobilelektronik und Weltmarktführer im Bereich der Leistungselektronik. 

Standort mit hoher Innovationskraft
In der sächsischen Landeshauptstadt hat Infineon mittlerweile mehr als drei Milliarden Euro investiert. So hatte der Konzernvorstand 2011 entschieden, Dresden zum ersten Hochvolumenstandort für Leistungshalbleiter auf 300-Millimeter-Dünnwafern auszubauen. Damit begann ein bedeutendes Projekt mit großem Zukunftspotential für Sachsen. Der Standort Dresden steht im Infineon-Konzern für Innovationen mit Produktionsbezug. In der Fab werden Technologien, Prozesse und auch das Equipment weiterentwickelt. Die Fertigung zeichnet sich durch höchste Qualität und exzellente Ausbeuten aus. Die Produktion ist auch in der 200-Millimeter-Fab hoch automatisiert. Das Werk beschäftigt 2.000 Mitarbeiter, darunter viele Naturwissenschaftler und Ingenieure.

Gute Infrastruktur für langfristiges Wachstum
„Bei der Entscheidung für den Standort war seinerzeit 1994 sicherlich ein wichtiger Grund, dass Dresden einst das Zentrum der Mikroelektronik in der DDR war“, sagt Geschäftsführer Haidas. „Hier gibt es hochqualifizierte, motivierte Mitarbeiter. Darauf konnten wir aufbauen. Die sächsischen Universitäten bilden zudem hervorragende Ingenieure aus. Wir haben daher keine Schwierigkeiten, Fachkräfte in der Region für uns zu gewinnen.“ 

Doch auch das Umfeld macht Dresden zu einem attraktiven Standort, unterstreicht Haidas: „Hier gibt es eine wirklich exzellente Infrastruktur und eine ausgeprägte Kompetenz im Bereich der Mikroelektronik. Wir finden Projektpartner an den Universitäten und Forschungseinrichtungen, beispielsweise den Instituten der Fraunhofer-Gesellschaft. Auch der Silicon Saxony e.V. als mittlerweile größter europäischer Branchenverband trägt dazu bei, dieses lebendige Netzwerk zu pflegen und zu erweitern. Dresden ist zudem eine schöne Stadt mit hoher Lebensqualität. Das ist für uns ein wichtiges Argument, das es uns erleichtert, Spezialisten und Fachexperten auch aus dem Ausland nach Sachsen zu holen.“ 

Exzellenz als Prinzip

Dresdens Erfolg beruht auf den Schlüsseltechnologien Mikroelektronik, Informations- und Kommunikationstechnologie, Neue Werkstoffe, Photovoltaik und Nanotechnologie, Life Sciences und Biotechnologie. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Unternehmen und Forschungseinrichtungen bringt Dresden voran.