Sunfire | Erfolgsgeschichte am Wirtschaftsstandort Dresden
Neue Werkstoffe / Nanotechnologie / Photovoltaik | Best Practice: Erfolgreiche Ansiedlung

Kontakt

Sabine Zachmann
Administration, sunfire GmbH
 
Telefon +49 351 89 67 97 908
E-Mail: sabine.zachmann@sunfire.de
 
www.sunfire.de

sunfire: Der Energie auf der Spur
 

Die 2010 mit drei Gründern gestartete sunfire GmbH arbeitet heute mit 70 Mitarbeitern an zukunftsweisender Energietechnologie. Dresden als Gründerstandort war für das Unternehmen dabei ein Glücksfall. Vom Ziel, erneuerbare Energien markttauglich zu machen

Die Vision des mittelständischen Dresdner Unternehmens ist es, Wasser aus den Ozeanen und CO2 aus der Luft durch Nutzung regenerativer Elektrizität in Flüssigkraftstoffe (Power-to-Liquids) und Gase (Power-to-Gas) umzuwandeln. „Wir wollen die Ressourcen unserer Welt möglichst effizient nutzen“, sagt Nils Aldag, der als Mitgründer und Chief Financial Officer (CFO) bei sunfire u.a. für Finanzen verantwortlich ist. Wenn man in der Lage sei, CO2 und Wasser mit elektrischer Energie in Kohlenwasserstoff umzuwandeln, dann erzeuge man auf der einen Seite einen erneuerbaren Kraftstoff, mit dem Autos fahren könnten. „Auf der anderen Seite hat man damit einen Energiespeicher, der den Strom, den man ansonsten in einer Batterie speichern müsste, in chemischer Form bindet“, erklärt Aldag das Prinzip. 

Um ihre Idee aus der Forschungswelt in kommerzielle Produkte zu überführen, wagten die drei Gründer Carl Berninghausen, Christian von Olshausen und Nils Aldag den Umzug von Bremen nach Dresden: „Wir haben sunfire 2010 mit drei Leuten gegründet und sind dann durch die Übernahme des Dresdner Unternehmens staxera auf 25 angewachsen“, erklärt Aldag. Heute hat sunfire 70 Mitarbeiter – bis 2018 sollen es 140 sein.

Gewinnbringender Umzug nach Dresden
Die staxera-Expertise in der Entwicklung und Produktion von Brennstoffzellen und Elektrolyseuren – der Hauptkomponente des Power-to-Liquids/Power-to-Gas Verfahrens – stellte eine wichtige Erweiterung der sunfire-Kompetenz dar: „Zusammen mit dem Wissen unserer Mitarbeiter hatten wir endlich die Gelegenheit, eine starke Einheit auf Augenhöhe zu formen und die Markteinführung beider Technologien zu forcieren.“ Doch nicht nur der Zusammenschluss machte den Umzug in die sächsische Landeshauptstadt für sunfire gewinnbringend, wie der gebürtige Hamburger Aldag erläutert: „Die Region Dresden ist aus unserer Sicht aus mehreren Gründen attraktiv. Die Technische Universität Dresden (TU) und die Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (HTW) bilden exzellente Ingenieure aus – etwa 60 Prozent unserer Mitarbeiter sind TU- oder HTW-Absolventen.“ Dazu kommt das Instituts- und Forschungsumfeld in Dresden. „Gerade das Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme ist ein Partner, mit dem wir sehr eng zusammenarbeiten.“ Und das sehr erfolgreich.

Zusammenarbeit mit Fraunhofer als Erfolgsmodell
Kooperationen werden bei sunfire gelebt: „Das Integrierte Stackmodul (ISM), das wir mit dem Großkonzern Vaillant auf den Markt bringen, ist ein Produkt, das in enger Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer IKTS entwickelt wurde“, so Nils Aldag. Das Standard-ISM von sunfire wird aktuell in einem Feldtestprogramm in den Vaillant-Brennstoffzellen-Heizgeräten des international tätigen Spezialisten für Heiz-, Lüftungs- und Klimatechnik eingesetzt. Diese Technologie ermöglicht die Erzeugung von Strom und Wärme in Privathaushalten. Geht es nach sunfire, soll die Lösung bis 2015 marktfähig sein. „Studien prognostizieren einen jährlichen Absatz von etwa 70.000 dieser Heizanlagen in 2020“, blickt Aldag nach vorne.

Am Standort Dresden ist sunfire für weiteres Wachstum bestens aufgestellt: „Neben der F&E-Landschaft, der Sächsischen AufbauBank und einer engagierten Wirtschaftsförderung kommt uns auch das regionale mittelständische Zuliefererumfeld und der damit verbundene Know-how-Transfer zwischen den Unternehmen sehr entgegen“, sagt CFO Aldag. Ganz besonders wertvoll ist für sunfire auch ‚Energy Saxony’ als wirtschaftsorientiertes Netzwerk, „in dem wir wie in einem Cluster auf regionaler und nationaler Ebene unsere Themen vertreten sowie Partner und Kunden finden können.“

Starke Partner, starke Weltneuheit
Bereits heute vertrauen hochkarätige Industriekonzerne auf die Dresdner Technologie. Seit 2012 ist Bilfinger über seinen Venture Capital-Arm an sunfire beteiligt. Zu Jahresbeginn 2014 schloss das Unternehmen seine Series-B-Finanzierungsrunde ab - an dieser beteiligten sich auch die Konzerne TOTAL und EDF über die Venture-Capital-Gesellschaft Electranova Capital. „Diese Industriepartner helfen uns, unsere Technologien noch schneller in kundenfertige Systeme zu integrieren, um von Dresden aus die Märkte möglichst breit bearbeiten zu können“, ist Nils Aldag überzeugt. Einen großen Technologieschritt gehen die Spezialisten noch dieses Jahr: „Die weltweit erste Power-to-Liquids-Anlage wird noch im Herbst 2014 als Demonstrator ihren Betrieb in Dresden aufnehmen“, sagt Nils Aldag. Mit dem auf Hochtemperatur-Elektrolyse basierenden Verfahren können mithilfe von regenerativ erzeugtem Strom, CO2 und Wasser synthetische Kraftstoffe wie Gas, Diesel oder Kerosin gebildet werden. Ziel ist auch hier die Industrialisierung und Kommerzialisierung.

Exzellenz als Prinzip

Dresdens Erfolg beruht auf den Schlüsseltechnologien Mikroelektronik, Informations- und Kommunikationstechnologie, Neue Werkstoffe, Photovoltaik und Nanotechnologie, Life Sciences und Biotechnologie. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Unternehmen und Forschungseinrichtungen bringt Dresden voran.