Life Sciences / Biotechnologie

In der Biotechnologie-Region Dresden arbeitet die Landeshauptstadt mit den angrenzenden Städten Radebeul und Radeberg eng zusammen, um den ansässigen über 100 Unternehmen in diesem Bereich sowie ansiedlungsinteressierten Firmen einen optimalen Service anbieten zu können.
 

Natürliche Vorbilder

Dresden verbindet Life Sciences und Ingenieurwissenschaften auf einzigartige Weise, wie im Forschungszentrum B CUBE. Es untersucht die Funktionen lebender Systeme, die dann in künstliche Systeme übersetzt und neu kombiniert werden.
 

Beste Bedingungen

Das MPI-CBG, welches unter anderem am Axolotl die Funktionsweise von Zellen erforscht, wurde 2009 in einer Umfrage des Magazins »The Scientist« zum besten Arbeitgeber weltweit gewählt.
 

Heilende Strahlen

Das Zentrum für Medizinische Strahlenforschung in der Onkologie – OncoRay – ist im Begriff eine international führende Adresse für die Strahlentherapie der Zukunft zu werden.
 

Dem Life Sciences-Standort Dresden geht es wie seinem Forschungsobjekt:

Er lebt, ist äußerst flexibel und hat seine Potenziale längst nicht ausgeschöpft.

 

Die erste Stufe der Wertschöpfungskette...

...ist exzellent besetzt und bestens vernetzt: Forschung. Renommierte Wissenschaftler wie Kai Simons (Max-Planck-Institut für Molekulare Zellbiologie und Genetik), Elly Tanaka (DFG Forschungszentrum für Regenerative Therapien), Stefan Diez, Jochen Guck (Biotechnologisches Zentrum der TU Dresden) oder Gianaurelio Cuniberti (Max-Bergmann-Zentrum für Biomaterialien) arbeiten hier. Unter ihren Instituten herrscht ein Klima des gegenseitigen Austauschs.
 

Funktionierende und etablierte Tech-Transfer-Mechanismen...

...führen dazu, dass die bestehende Gründerkultur in Unternehmensgründungen kanalisiert wird. In der Dresdner BioPolis sind alle wichtigen Akteure mit ihrem Know-How, ihren Forschungsgeräten und Laboren zu Fuß erreichbar – und was noch viel wichtiger ist: Offen für Neues. Optimale infrastrukturelle Voraussetzungen stehen im BioInnovationsZentrumDresden zur Verfügung. Derzeit laufen die Planungen für ein zweites Biotechnologie-Gründerzentrum.
 

Moderne Zellbiologie, Genetik und Ingenieurwissenschaften...

...wirken sowohl in Forschung als auch industrieller Verwertung beispielhaft zusammen. Mit dieser interdisziplinären Ausrichtung gelingt es eine führende Rolle in den Bereichen Systembiologie, Molekulares Bioengineering, Regenerative Medizin, Tissue Engineering und Stammzellenforschung einzunehmen.
 

Exzellenzcluster

Mit dem Exzellenzcluster »Zentrum für Regenerative Therapien Dresden (CRTD)« und der Graduiertenschule »Dresden International Graduate School for Biomedicine and Bioengineering (DIGS-BB)« sind zwei wesentliche Bestandteile der Exzellenz-Universität TU Dresden im Kompetenzfeld Life Sciences / Biotechnologie angesiedelt.

Netzwerke

In Dresden hat auch das sachsenweite Biotechnologienetzwerk BioSaxony seinen Sitz. Es initiiert Projekte zwischen Unternehmen und Wissenschaftlern, vermittelt Services und Know-How und vertritt den Standort auf Messen und Fachveranstaltungen.

Maßgeschneiderte Ausbildung

In der Stadt wurde ein auf das Kompetenzfeld zugeschnittener Ausbildungssektor geschaffen. Vom Abitur mit Schwerpunkt Biotechnologie über die duale Ausbildung hoch spezialisierter Laboranten bis hin zur von der Exzellenzinitiative des Bundes ausgezeichneten und geförderten Graduiertenschule existieren spezialisierte Aus- und Weiterbildungsangebote.

Unternehmen

Die derzeit in Dresden aktiven Unternehmen konzentrieren sich auf die medizinische Anwendung moderner Life Sciences, der »roten Biotechnologie«. Das Verhältnis zwischen Core Biotecs und Unternehmen der Dienstleister- und Zulieferindustrie der Region ist ausgewogen.
  • Die UroTiss GmbH ist das weltweit erste Unternehmen, welches auf Basis des Tissue-Engineering patienteneigenen Gewebeersatz für urologische Organe anbietet.
  • Die Biotype Diagnostic GmbH entwickelt, produziert und vertreibt Testsysteme für die DNA-Analytik. Diese werden in der Forensik und zunehmend auch der Humanmedizin genutzt.
  • GlaxoSmithKline Biologicals ist Weltmarktführer und vertreibt über 30 verschiedene Impfstoffe.
  • Apogepha ist ein Dresdner Pharmaunternehmen mit 140jähriger Tradition und eine feste Größe im Therapiebereich Urologie. Derzeit baut Apogepha seine Fertigungskapazität aus. Für zehn Millionen Euro werden die technologischen Voraussetzungen für die Entwicklung und Herstellung innovativer Arzneiformen wie Micropellets geschaffen.

Exzellenz als Prinzip

Dresdens Erfolg beruht auf den Schlüsseltechnologien Mikroelektronik, Informations- und Kommunikationstechnologie und Software, Neue Werkstoffe und Nanotechnologie sowie Life Sciences und Biotechnologie. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Unternehmen und Forschungseinrichtungen bringt Dresden voran.