Kompetenzfeld Life Sciences / Biotechnologie: Forschung

Dresden bietet ein international attraktives Portfolio biomedizinischer Forschungseinrichtungen mit dem Schwerpunkten in den Bereichen
 
  • Molekulares Bioengineering
  • Regenerative Medizin
  • Tissue Engineering
  • Stammzellenforschung und
  • Systembiologie
Erst 2012 gründete die Max-Planck-Gesellschaft in Dresden ein Zentrum zur Erforschung von komplexen biologischen Systemen. Als Direktor für das Zentrum für Systembiologie konnte mit dem US-Forscher Gene Myers ein Pionier der Bioinformatik gewonnen werden. Mit dem Exzellenzcluster »Zentrum für Regenerative Therapien Dresden (CRTD)« und der Graduiertenschule »Dresden International Graduate School for Biomedicine and Bioengineering (DIGS-BB)« sind zwei wesentliche Bestandteile der Exzellenz-Universität TU Dresden im Kompetenzfeld Life Sciences / Biotechnologie angesiedelt. Exemplarisch für die Vorreiterrolle der Dresdner Life Science-Forschung ist die wiederholte Auszeichnung mit dem Leibniz-Preis, der als »Nobelpreis der deutschen Wissenschaft« gilt. 2011 erhielt Anthony A. Hyman, Direktor am Dresdner Max-Planck-Institut für Molekulare Zellbiologie und Genetik, den Preis für seine Forschungen an der Nahtstelle zwischen der Zellbiologie und der Entwicklungsbiologie. Im Jahr zuvor zeichnete die Deutsche Forschungsgemeinschaft die Biophysikerin Petra Schwille (damals TU Dresden) aus. Sie trug maßgeblich zur Entwicklung und Anwendung der Fluoreszenzspektroskopie zur Lösung von Fragen der Zellbiologie bei.

Forschungseinrichtungen

DFG-Forschungszentrum für Regenerative Therapien Dresden - Exzellenzcluster der TU Dresden (CRTD)
Das CRTD wurde am 1. Januar 2006 gegründet. Es ist das erste Forschungszentrum Deutschlands, das adulte Stammzellen in den Mittelpunkt rückt. Damit verbunden ist ein Paradigmenwechsel weg vom Ersatz kranken Gewebes oder dem Einsatz unveränderlicher Implantate. Die Forscher untersuchen Selbstheilungsmechanismen des Körpers, um Therapien zu entwickeln, bei denen sich krankes Gewebe selbst ersetzt. Forschungsschwerpunkte: 
  • Medizin
  • Zell/Entwicklungsbiologie
  • Biomaterialien
  • Nanotechnologie
  • Ingenieurwissenschaften
  • Gesundheit
Biotechnologische Zentrum (BIOTEC)
Das BIOTEChnologische Zentrum der TU Dresden ist ein einzigartiges interdisziplinäres Forschungszentrum mit dem Fokus auf Forschung und Lehre im Schwerpunkt Molekulares Bioengineering. Das BIOTEC beherbergt Forschergruppen mit internationalen Spitzenkräften, die sich thematisch mit der Genomik, der Proteomik, der Biophysik, den zellulären Maschinen, der Molekulargenetik, der Gewebezüchtung und der Bioinformatik beschäftigen.
Max-Bergmann-Zentrum für Biomaterialien
Im interdisziplinären Max-Bergmann-Zentrum arbeiten Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Polymerforschung Dresden und der TU Dresden Seite an Seite. Ziel ist es, auf dem Gebiet der regenerativen Medizin neue Strategien zu entwickeln. Mit Biopolymeren, biologischen Matrices, Kompositen, synthetischen bioaktiven Molekülen und lebenden Zellen versuchen die Experten neue Knochen, Knorpel und anderen Gewebeersatz entstehen zu lassen.
»B CUBE«
Die Forscher im Zentrum für Innovationskompetenz »B CUBE« lassen sich von der Natur inspirieren, um neue Materialien und Technologien zu entwickeln. Denn in der Pflanzen- und Tierwelt existiert eine bisher kaum erforschte Fülle unterschiedlicher funktionaler Systeme, die komplexe Prozesse in flexibler Weise realisieren. B CUBE macht sich diese natürlichen Vorbilder zu Nutze. Das Besondere am Dresdner Ansatz von B CUBE ist die Untersuchung dieser natürlichen Vorbilder auf molekularer Ebene, die dann in künstliche Systeme übersetzt und gegebenenfalls neu kombiniert werden können. Denkbar sind so z.B. die Herstellung selbstheilender Materialien oder rohstoff- und energieeffizientere Prozesse auf Basis molekularer Maschinen.
OncoRay – Center for Radiation Recearch in Oncology
Die Vision des Dresdner Zentrums OncoRay ist es, die Heilung von Krebserkrankungen durch eine biologisch individualisierte, technologisch optimale Strahlentherapie entscheidend zu verbessern.

Forschungsgruppen
  • Molekulare und Zelluläre Strahlenbiologie
  • Biologisches und Molekulares Imaging
  • Medizinphysik
  • Tumorpathophysiologie
  • Laser-Radioonkologie
Das Zentrum, das im Jahr 2005 den Betrieb aufnahm, wird gemeinsam getragen von der Technischen Universität Dresden, dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) sowie dem Universitätsklinikum Carl Gustav Carus.
KrebsCentrum Dresden (UCC)
»Unter einem Dach« sind am Universitäts KrebsCentrum Dresden (UCC) sämtliche medizinische Fachrichtungen vertreten. Am UCC wird der Austausch zwischen den Disziplinen in hohem Maße gefördert und optimale Voraussetzungen für interdisziplinäre Forschergruppen aus klinisch tätigen Ärzten und Grundlagenwissenschaftlern gewährleistet.
Paul-Langerhans-Institut Dresden am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus (PLID)
Im 2009 gegründeten Institut werden die Krankheitsursachen des Diabetes mellitus Typ 1 und Typ 2 untersucht. Der Schwerpunkt liegt auf den Mechanismen, die die Insulin produzierenden Beta-Zellen beeinflussen.
 
Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE)
Das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen, ist ein Zentrum der Helmholtz-Gemeinschaft und eines der Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung. In Dresden erforscht das DZNE Stammzellen im Kontext neurodegenerativer Erkrankungen und untersucht die Bedeutung von »neugebildeten Nervenzellen« (Adulte Neurogenese) für Prävention, Kompensation und Therapie.
Zentrum für Systembiologie Dresden (CSBD)
Das Systembiologie-Zentrum ist ein gemeinschaftliches Projekt des Max-Planck-Instituts für molekulare Zellbiologie und Genetik (MPI-CBG) und des Max-Planck-Instituts für Physik komplexer Systeme. Im Fokus der Forschungsarbeiten werden diverse Mikroskopietechnologien stehen. Direktor des Zentrums ist mit dem US-Forscher Gene Myers ein Pionier der Bioinformatik. 
Gesellschaft zur Förderung von Medizin-, Bio- und Umwelttechnologien
Die Gesellschaft zur Förderung von Medizin-, Bio- und Umwelttechnologien (GMBU) fungiert als Bindeglied zwischen angewandter Grundlagenforschung und freier Wirtschaft auf den Gebieten Umweltbiotechnologie, Biosensorik, Photonik, Optosensorik sowie Nano- und Schichttechnologie.
Technische Universität Dresden
Als Volluniversität deckt die TU Dresden das gesamte wissenschaftliche Spektrum bis hin zur Medizin ab.An der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus werden zahlreiche Forschungsprojekte koordiniert und durchgeführt. Schwerpunkte sind:
  • Mechanismen der Zelldegeneration und -regeneration als Grundlage diagnostischer und therapeutischer Strategie
  • Diagnose und Therapie maligner Erkrankungen
  • Public Health/Versorgungsforschung
Max-Planck-Institut für Molekulare Zellbiologie und Genetik (MPI-CBG)
Die Forscher am MPI-CBG untersuchen, wie sich Zellen auf ihrem Weg zu Geweben organisieren. Dabei spielen Themenbereiche wie Zellteilung, Zelldifferenzierung, die Struktureigenschaften von Zellorganellen, die Übermittlung von Gütern oder Signalen zwischen Zellen oder das genaue Funktionieren molekularer Maschinen eine wichtige Rolle.
Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR)
Das HZDR mit seiner europaweit einmaligen Forschungsinfrastruktur bearbeitet fachübergreifende Fragestellungen. Ein Schwerpunkt bildet dabei die frühzeitige Erkennung und wirksame Behandlung von Tumorerkrankungen.
Steinbeis-Forschungszentrum Angewandte Medizintechnik
Das Zentrum bietet Forschungs- und Entwicklungstätigkeit auf dem Gebiet der Biomedizinischen Technik, insbesondere der kardiovaskulären Medizin (Intensivmedizin, Schlafmedizin, Hypertensiologie u. a.). Schwerpunktthemen:
  • Biomedizinische Technik
  • Medizinische Geräteentwicklung
  • Medizinische Sensorik
  • Biosignalverarbeitung
Forschungseinrichtungen auf verwandten Gebieten
  • Leibniz-Institut für Polymerforschung
  • Max-Planck-Institut für Physik komplexer Systeme
  • Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik
  • Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme

Exzellenz als Prinzip

Dresdens Erfolg beruht auf den Schlüsseltechnologien Mikroelektronik, Informations- und Kommunikationstechnologie, Neue Werkstoffe, Photovoltaik und Nanotechnologie, Life Sciences und Biotechnologie. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Unternehmen und Forschungseinrichtungen bringt Dresden voran.