Kompetenzfeld Mikroelektronik: Forschung

Wirtschaft und Wissenschaft kooperieren eng am Standort Dresden. Und zwar mit System: In spezialisierten Kompetenzzentren und Forschungsnetzwerken aus Unternehmen und Hochschulen wird an den Themen von Morgen gearbeitet. Eine Fülle an außeruniversitären Forschungseinrichtungen unterstützt die anwendungsorientierte Forschung, während an den renommierten Hochschulen die wissenschaftlichen Grundlagen gelegt werden.

Schwerpunkt Mikroelektronik

Exzellenzcluster »Center for Advancing Electronics Dresden (cfAED)«
Mit dem Exzellenzcluster »Center for Advancing Electronics Dresden« verfügt der Standort über ein einzigartiges Forschungszentrum, das Technologien für die elektronische Informationsverarbeitung der Zukunft untersucht. Das cfAED betreibt Grundlagenforschung zur Weiterentwicklung elektronischer Informationsverarbeitungssysteme. Die zukünftige CMOS-Technologie soll um völlig neuartige Technologien ergänzt und erweitert werden (»Augmented CMOS«). Das Cluster umfasst über 50 Wissenschaftler und 40 Industriepartner.
Spitzencluster Cool Silicon
Mehr als 60 Partner aus Forschung und Industrie arbeiten in diesem vom BMBF geförderten Projekt an Innovationen, um den Energieverbrauch in der Informations- und Kommunikationstechnologie und der Sensortechnik grundlegend zu senken.
Nanoelectronics Materials Laboratory gGmbH (NaMLab)
In Dresden überschreitet die Mikroelektronik Grenzen. Im NaMlab dringen die Forscher in noch winzigere Strukturbereiche vor, als die derzeitige Mikroelektronik. Prozessoren und Speicher werden immer kleiner, weshalb hier Materialien und Materialsysteme aus der Nanotechnologie für die Nanoelektronik erprobt werden. Dank dieser Grundlagenforschung können Halbleitermaterialien für die nächste Chipgeneration unter 30 nm entwickelt werden.
Institut für Aufbau- und Verbindungstechnik der Elektronik (IAVT) und Zentrum für mikrotechnische Produktion (ZµP)
Das Institut für Aufbau- und Verbindungstechnik der Elektronik (IAVT) bildet gemeinsam mit dem Zentrum für mikrotechnische Produktion (ZµP) eine der größten universitären Forschungseinrichtungen zum Electronic Packaging in Deutschland, deren Kompetenz in den vergangenen 15 Jahren kontinuierlich ausgebaut wurde. Mit einem jährlichen Forschungsbudget (Drittmittel) von zuletzt mehr als 1,8 Mio. Euro werden Grundlagenforschung, angewandte Forschung und Industrieforschung durchgeführt.
Steinbeis-Forschungszentrum Elektromagnetische Wechselwirkungen
Beratung, Schulung und Messungen im Bereich der Elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV).
Infineon Technologies Dresden GmbH & Co. OHG
Am Standort Dresden werden vor allem Sicherheitschips entwickelt und produziert, die unter anderem auch im elektronischen Personalausweis zum Einsatz kommen.
Institute und Einrichtungen der Fraunhofer-Gesellschaft
Fraunhofer ist die größte Organisation für anwendungsorientierte Forschung in Europa. In Dresden betreibt sie ihren größten Standort mit insgesamt 10 Instituten und Einrichtungen:
  • Institut für Photonische Mikrosysteme
  • Institut für Integrierte Schaltungen IIS, Institutsteil Entwurfsautomatisierung EAS
  • Institut für Werkstoff- und Strahltechnik
  • Projektgruppe ASSID (All Silicon System Integration Dresden) des Fraunhofer IZM
  • Einrichtung für Organik, Materialien und Elektronische Bauelemente COMEDD
  • Institut für Keramische Technologien und Systeme, Institutsteil Materialdiagnostik IKTS-MD
  • Center Nanoelektronische Technologien (CNT)

 

 

Leibniz-Transferverbund Mikroelektronik
Der Leibniz-Transferverbund Mikroelektronik hat sich zum Ziel gesetzt, das vorhandene Know-how, die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten und die zur Verfügung stehende Infrastruktur mehrerer Institute zur Mikro- und Optoelektronik zu vernetzen und verwertungsorientierte Kooperationen zu initiieren.
Zwei Einrichtungen der Leibniz-Gesellschaft
Die Institute der Leibniz-Gemeinschaft konzentrieren sich auf anwendungsbezogene Grundlagenforschung und stellen wissenschaftliche Infrastruktur bereit. In Dresden sind fünf Einrichtungen angesiedelt.
  • Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung Dresden
  • Institut für Polymerforschung Dresden
Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf
Das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) ist auf den Gebieten Gesundheit, Energie und Materie aktiv. Das HZDR verfügt über eine weltweit beachtete Forschungsinfrastruktur mit einmaligen Großgeräten. In Dresden betreibt die Helmholtz-Gemeinschaft außer dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf einen Standort des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen.
Technische Universität Dresden
  • Fakultät Mathematik und Naturwissenschaften
  • Fakultät Informatik
  • Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik
  • Fakultät Maschinenwesen

 

Schwerpunkt Software

SAP Research Center Dresden
Das Dresdner Research Center erschließt als Teil der globalen Forschungsorganisation von SAP richtungsweisende IT-Trends und Technologien.
Zentrum virtueller Maschinenbau (ZVM)
Das Zentrum dient der interdisziplinären Forschung auf dem Gebiet der virtuellen Realität durch Wissenschaftler der Produktentwicklung, Produktionstechnik, Arbeitswissenschaft, Informatik und Naturwissenschaft (Ingenieurpsychologie). Ziel ist die Entwicklung von Methoden zur integrierten und kooperativen Produkt- und Prozessentwicklung auf einer weitgehend einheitlichen Softwarebasis.

 

Transfereinrichtungen

  • GWT Gesellschaft für Wissens- und Technologietransfer der TU Dresden mbH
  • Zentrum für angewandte Forschung und Technologie e.V.
  • Dresden|exists
  • Patentinformationszentrum (PIZ)
  • Steinbeis-Transferzentrum Marketing - Beratung, Marktforschung, Wissenstransfer
  • Technologie- und Gründerzentren

Exzellenz als Prinzip

Dresdens Erfolg beruht auf den Schlüsseltechnologien Mikroelektronik, Informations- und Kommunikationstechnologie und Software, Neue Werkstoffe und Nanotechnologie sowie Life Sciences und Biotechnologie. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Unternehmen und Forschungseinrichtungen bringt Dresden voran.