Mikroelektronik / Informations- und Kommunikationstechnologie

Jeder zweite in Europa gefertigte Chip kommt aus Dresden, das als größter und innovativster Mikroelektronikstandort des Kontinents weltweite Anerkennung genießt. 1.500 Unternehmen mit mehr als 48.000 Mitarbeitern zählen zum Dresdner Mikroelektronik-Cluster.

Die Unternehmen erwirtschafteten 2010 ein Umsatzvolumen von insgesamt 8,7 Milliarden Euro und damit ein Wachstum in Höhe von 48 Prozent im Vergleich zu 2006. Dresdens Mikroelektronik-/IKT-Cluster ging gestärkt aus dem Einbruch des Halbleitermarktes 2008 hervor.

In Dresden ist die gesamte Wertschöpfungskette der Mikroelektronik vor Ort: Vom Chipdesign über Hochvolumen-Waferproduktion und -verarbeitung bis hin zu einer breiten Zuliefer-, Dienstleister- und Anwenderindustrie.

Gigafab in Dresden

Bei GLOBALFOUNDRIES stehen Hochvolumen-Fertigungsanlagen für modernste 300-Millimeter-Mikrochips. Das Unternehmen produziert für über 150 Kunden und ist einer der weltweit größten Auftragsfertiger von modernsten Computerchips. Bis  Ende 2012 wurde das Dresdner 300-Millimeter-Werk mit einer Investitionssumme von etwa 1,3 Milliarden Euro zur Gigafab ausgebaut.
 

Elektronik aus Plastik

In Dresden hergestellte organische Leuchtdioden (OLEDs) lassen sich problemlos auf biegsame Folien oder andere Substrate auftragen. Organische Elektroniker ermöglicht innovative Display- und Beleuchtungsanwendungen genauso wie Solarzellen, die von »Rolle-zu-Rolle« auf preiswerte PET-Folien gedruckt werden können.
 

»Coole« Mikroelektronik

Das Spitzencluster Cool Silicon vereint Unternehmen und Forschungseinrichtungen und will den wachsenden Energiehunger von Mikrochips mit intelligenter Technologie »Made in Dresden« stillen. Clusterkoordinator Prof. Thomas Mikolajick spricht mit Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich am Cool Silicon Messestand auf der SEMICON in Dresden.
 

»Leading-Edge-Technology«

Die Akteure aus Wirtschaft und Wissenschaft setzten auf »Leading-Edge-Technology«, um neue Märkte zu erschließen:

Energieeffizienz

Das Dresdner Spitzencluster »Cool Silicon« arbeitet an Innovationen, um den Energieverbrauch in der Informations- und Kommunikationstechnologie und der Sensortechnik grundlegend zu senken. Das Cluster vereint Großunternehmen und leistungsfähige Mittelständler mit 16 Lehrstühlen an drei technischen Hochschulen sowie neun Forschungsinstitute.

Organische Elektronik

Elektronische Bauteile auf Basis von Polymeren ermöglichen die sehr günstige Fertigung von Transistoren, LEDs oder Solarzellen. Auf diesem Gebiet ist ein Team aus Technischer Universität, Fraunhofer-Institut IPMS, Novaled AG und Heliatek GmbH Weltmarktführer und wurde 2011 mit dem Deutschen Zukunftspreis ausgezeichnet. Europas führendes Organik-Cluster OES sitzt in Dresden.

Nanoelektronik

Die nächste Chip-Generation dringt zur Leistungssteigerung in den Nanometer-Bereich vor. Geeignete Halbleitermaterialien untersucht das Nanoelectronics Materials Laboratory (NaMLab). An Prozesslösungen für die Fertigung nanoelektronischer Systeme arbeiten Fraunhofer-Center Nanoelektronische Technologien (CNT) und Industriepartnern wie GLOBALFOUNDRIES.

3D-Systemintegration

Ein innovativer Weg um leistungsfähigere und kostengünstigere Elektronikprodukte herzustellen ist die 3D-Systemintegration bei der mehrere Chips zu einem dreidimensionalen Gesamtsystem kombiniert werden. Das Zentrum »All Silicon System Integration Dresden« betreibt eine 300-Millimeter-Wafer Linie für das Wafer-Level-Packaging und die 3D-Systemintegration.
 
 
 

Wichtige Impulse...

...setzt Dresden außerdem in den Bereichen Software, Cyber Physical Systems, Sensorik und RFID.  Mit dem Exzellenzcluster »Center for Advancing Electronics Dresden« verfügt der Standort über ein einzigartiges Forschungszentrum, das Technologien für die elektronische Informationsverarbeitung der Zukunft untersucht.

Den Kern des Kompetenzfeldes bildet die Halbleiterindustrie. Für Global Player wie GLOBALFOUNDRIES, Infineon Technologies oder Toppan Photomasks ist Dresden sowohl Produktions- als auch Forschungs- und Entwicklungsstandort – und zwar mit Perspektive:

Zwei wichtige Standortfaktoren...

...führen dazu, dass sich diese und zahlreiche andere Mikroelektronik-Unternehmen für Dresden entschieden haben.

Hohe Qualität der Mitarbeiter

Die Technische Universität Dresden ist die einzige »Exzellenz-Universität« Ostdeutschlands und traditionell stark in allen Natur- und Ingenieurwissenschaften.

Einer der wichtigsten Gründe warum sich AMD für Dresden entschieden hatte hier zu investieren, brachte der ehemalige AMD-CEO Jerry Sanders so auf den Punkt: »It´s all about people«.

Enge Verflechtung der Partner vor Ort

Das Netzwerk Silicon Saxony e.V. ist Europas größtes Branchennetzwerk in der Halbleiter- und Mikrosystemindustrie. Aus der Zusammenarbeit seiner über 300 Mitglieder entstehen neue Spitzenleistungen und innovative Entwicklungen. Fachbereiche, Arbeitsgruppen und spezialisierte Netzwerke unterstützen die Kooperationen am Standort.

Die vier europaweit führenden Mikro- und Nanoelektronik Regionen haben in Dresden außerdem die
Clusterallianz Silicon Europe gegründet. Von Dresden aus soll Europas Position als weltweit führendes Zentrum für energieeffiziente Mikro- und Nanoelektronik sowie IKT gesichert und weiter ausgebaut werden.

Unternehmen

GLOBALFOUNDRIES baute erst 2012 sein Dresdner 300-Millimeter-Werk mit einer Investitionssumme von etwa 1,3 Milliarden Euro zur Gigafab aus.

Infineon Technologies investiert bis 2014 rund 250 Millionen Euro in die Serienfertigung von Leistungshalbleitern auf 300-Millimeter-Dünnwafern und schafft rund 250 Arbeitsplätze in Dresden.

Video

Exzellenz als Prinzip

Dresdens Erfolg beruht auf den Schlüsseltechnologien Mikroelektronik, Informations- und Kommunikationstechnologie, Neue Werkstoffe, Photovoltaik und Nanotechnologie, Life Sciences und Biotechnologie. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Unternehmen und Forschungseinrichtungen bringt Dresden voran.