Nanotechnologie | Neue Werkstoffe | Energie

Mit rund 100 von bundesweit 1.000 Unternehmen gehört die Region Dresden zu den führenden Nanotechnologiestandorten in Deutschland. Gemeinsam mit etwa 2.000 Werkstoffwissenschaftlern stehen sie für Querschnitts-Technologien, die Unternehmen in Mikroelektronik, Life Sciences, Maschinen-, Anlagen- und Automobilbau oder in der Luft- und Raumfahrttechnik einen Innovationsvorsprung verschaffen.

Sanfter Kraftprotz

Brennstoffzellen erzeugen Energie ohne Lärm oder Abgase. Um das Fraunhofer IKTS hat sich ein Cluster etabliert, das an dieser zukunftsweisenden Technologie arbeitet.
 

Hart im Nehmen

Hochfeste, ultrasteife und korrosionsbeständige Carbonfasern der Dresdner Firma EAST-4D helfen Fahr- und Flugzeuge leichter und damit energiesparender zu bauen.
 

Wohltemperierte Anlage

Die PIA|nova® der Firma VON ARDENNE ist ein Beispiel für die hohe Kunstfertigkeit der Dresdner Anlagenbauer.
 

Die Dresdner Spezialität ist es, Werkstoffe als superdünne Schichten oder Schichtsysteme auf Bauteile aufzubringen.
 

Themen, Technologien, Geschäftsmodelle

Entsprechend facettenreich ist dieses Kompetenzfeld in Bezug auf die in ihm bearbeiteten Themen und eingesetzten Technologien, aber auch hinsichtlich der Geschäftsmodelle. So gelingt es Dresden lückenlose Technologieketten in einer sich ständig weiterentwickelnden Branche am Standort zu konzentrieren.

Die Dresdner Spezialität ist es, Werkstoffe als superdünne Schichten oder Schichtsysteme auf Bauteile aufzubringen. Mit diesem Wissen treibt die Stadt das Zukunftsthema Energie und Energieeffizienz voran:
 

Energiespeicher

Werkstoffinnovationen bilden die Voraussetzung für die Entwicklung der nächsten Batterie-Generationen. Diese werden als Großspeicher benötigt oder treiben Elektromotoren an. Dresden verfügt über eine vollständige Technologiekette für die Produktion leistungsfähiger Batteriesysteme. Die Dresdner Akteure sind in richtungsweisende Projekte von EU und BMBF eingebunden.
 

Leichtbau

Die Kompetenzen in den Bereichen Werkstoffe, Elektronik und Analytik verhelfen zu einer Spitzenposition. Leichtbau ist für modernen Flug- und Fahrzeugbau entscheidend. Im »European Centre for Emerging Materials and Processes Dresden« entwickeln Wissenschaftler innovative Technologien unter anderem hierfür. Der »Funktionsintegrative Systemleichtbau in Multi-Material-Design« hat von Dresden aus den weltweiten Standard gesetzt.
 

Photovoltaik

Dresden verfügt über eine Photovoltaik-Industrie, die vor Ort die vollständige Wertschöpfungskette der organischen Photovoltaik abdeckt. Die besondere Stärke der Dresdner Unternehmen liegt in der spezialisierten Anlagentechnik.
 

Die Branche ...

... wird stark von Forschungseinrichtungen aus dem universitären und außeruniversitären Sektor und ihren Spin-Offs geprägt.
 
  • Die Axo Dresden GmbH beispielsweise, ein Spin-off des Dresdner Fraunhofer Instituts für Werkstoff- und Strahlentechnik, ist einer der weltweit führenden Anbieter für Multischicht-Röntgenoptiken. Diese können die Struktur neuer Wirkstoffe in Medikamenten bestimmen oder auch in Hochleistungs-Weltraumteleskopen zum Einsatz kommen. Mit deren Hilfe lassen sich ultrakleine Materialmengen bis unterhalb einzelner Atomlagen bestimmen
 

Aber auch traditionsreiche Unternehmen ...

... sind in Dresden Zuhause:
 
  • Dazu gehört die VON ARDENNE GmbH, einer der weltweit führenden Anbieter von Ausrüstungen für industrielle Vakuumprozesse der Plasma- und Elektronenstrahltechnik.
  • Die Wurzeln der IMA Materialforschung und Anwendungstechnik GmbH reichen bis in den Dresdner Flugzeugbau der 1950er Jahre. Die Ingenieure der IMA testen neue Werkstoffe unter anderem im Bereich der Composites. Der »Riesenvogel« Airbus A 380 wurde im IMA-Labor am Dresdner Flughafen auf Herz und Nieren geprüft.
 

Branchennetzwerke bündeln ...

 ... die Aktivitäten des sehr diversifizierten Kompetenzfeldes und sorgen für eine messbare Außenwirkung. 
 
  • European Society of Thin Films (EFDS)
  • Solarvalley Mitteldeutschland
  • Energy Saxony
 

Exzellenz als Prinzip

Dresdens Erfolg beruht auf den Schlüsseltechnologien Mikroelektronik, Informations- und Kommunikationstechnologie, Neue Werkstoffe, Photovoltaik und Nanotechnologie, Life Sciences und Biotechnologie. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Unternehmen und Forschungseinrichtungen bringt Dresden voran.