IT-Standort Dresden: Software für die digitale Welt

Software ist eine Schlüsseltechnologie für die moderne Industrie. Sie ermöglicht die dynamische Entwicklung vieler Branchen wie zum Beispiel der Automobilhersteller, der Biotechnologie und der Mikrosystemtechnik. Innovative Software ist zudem eine wesentliche Voraussetzung für Industrie 4.0, die als vierte industrielle Revolution beschriebene Vollvernetzung der Industrieproduktion. Die enge Verzahnung von Mikroelektronik und IT sowie die Vernetzung im Branchenverband Silicon Saxony e.V. an der Schnittstelle von Soft- und Hardware schaffen wertvolle Synergien, die den Standort Dresden insgesamt voranbringen.

Digitale Kreative

Digitale Performances und computergestützte Kunstprojekte präsentiert alljährlich die CYNETART. Das internationale Festival wird von der Trans-Media-Akademie Hellerau e.V. veranstaltet. Vorgestellt werden Projekte, die sich durch eine integrale Verknüpfung von Kunst, Wissenschaft und Medientechnologien hervorheben.
 

Internet der nächsten Generation

Am 5G Lab Germany der TU Dresden wird eine bedeutende Zukunftstechnologie entwickelt: Mobilfunk der fünften Generation ermöglicht taktiles Internet mit Latenzen von unter einer Millisekunde und Datenraten von mehr als 10 Gigabit pro Sekunde. Die Einsatzmöglichkeiten reichen von Industrie 4.0 über neue Systeme für mehr Sicherheit im Straßenverkehr bis hin zur robotergestützten Telemedizin.
 

Vernetzung von Hard- und Software

Dresden ist bereit für Industrie 4.0. Das Automation Network Dresden treibt Innovationen voran, die die Wettbewerbsfähigkeit der Halbleiterbranche und anderer Hightech-Industrien auch für die Zukunft sichern sollen. Dabei arbeiten Hardware- und Softwarespezialisten eng zusammen – lebendige  Netzwerke sind eine Stärke des Standortes Dresden.
 

Schwerpunktthemen

Automatisierung|Industrie 4.0
Auf dem Weg zur Industrie 4.0 soll Automatisierungstechnik durch neue Verfahren der Selbstoptimierung, Selbstkonfiguration und Selbstdiagnose intelligenter werden. Software ist der Schlüssel dazu – und Unternehmen in Dresden sind dafür als Experten weltweit bekannt.
 
Embedded Systems
Eingebettete Systeme kommen – weitestgehend unsichtbar für den Benutzer – in einer Vielzahl von Anwendungsbereichen zum Einsatz, beispielsweise in Kraftfahrzeugen und Mobiltelefonen, aber auch Waschmaschinen oder in Geräten der Medizintechnik. Die kleinen, aber leistungsfähigen Computer werden oftmals speziell an ihre Aufgabe angepasst – Software dafür entwickeln Unternehmen aus Dresden.
 
IT-Sicherheit
Safety und Security sind wichtige Voraussetzungen für den Einsatz von IT. Unternehmen aus Dresden arbeiten daran, sowohl die Funktionssicherheit von Software als auch ihren Schutz vor Angriffen von außen zu verbessern.
 
E-Government und Verwaltung
Wenn Software durch Behörden eingesetzt werden soll, dann stellt das oftmals besonders hohe Anforderungen an die Datensicherheit und an die Zuverlässigkeit. Unternehmen aus Dresden haben sich auf Software-Projekte für die öffentliche Verwaltung spezialisiert.
 
Business-Software
Vom Eingang einer Bestellung über Produktionsplanung, Lagerhaltung und Logistik bis hin zum Rechnungswesen sind in Unternehmen viele Vorgänge miteinander verknüpft. Business-Software erleichtert es, solche Geschäftsprozesse abzuarbeiten und dabei stets den Überblick zu behalten. Dresdner Firmen entwickeln dafür clevere Lösungen – und passen sie zudem speziell den Anforderungen der jeweilige Branche an.
 
Multimedia und Neue Medien
Das Internet ermöglicht eine Vielzahl innovativer Dienste – von der 3D-Präsentation über Internetwerbung und Mobile Marketing bis hin zum E-Learning. Spezialisten aus Dresden entwickeln erfolgreich interaktive Software für solche Anwendungen.

Zahlen, Daten und Fakten

Boom der Software-Branche
In der Landeshauptstadt Dresden sind 400 Software-und IT-Firmen tätig, die 10.000 Mitarbeiter beschäftigen. Die Informations- und Kommunikationstechnologie hat sich damit in den letzten Jahren zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Mit einem Personalzuwachs von im Schnitt 7,7 Prozent jährlich ist die Softwarebranche in Sachsen ein bedeutender Jobmotor.
 
IT-Standort mit Tradition

Die Informatik hat in Dresden eine lange Tradition. Zu den Pionieren in diesem Bereich gehörte Professor Dr. Nikolaus Joachim Lehmann, der an der Technischen Universität (TU) Dresden wirkte und zahlreiche Rechenmaschinen entwickelte, darunter den weltweit ersten Tischrechner D4a. Dresdner Hochschulen begannen bereits in den 50er Jahren mit der Ausbildung von Informatik-Studierenden; der Studiengang hieß bis zur Umbenennung 1968 „Rechentechnik“.
 
Lösungen für die Anforderungen von heute und morgen
Heute arbeiten Dresdner Software-Unternehmen, oftmals in enger Zusammenarbeit mit der Fakultät Informatik an der TU Dresden, an Schwerpunktthemen wie Vernetzung, Automatisierung, Echtzeitanwendungen, Sicherheit und Energie-Effizienz. Zukunftstechnologien wie Big Data, Internet der Dinge und Dienste, Smart City/Smart Home oder Industrie 4.0 bringen neue Anforderungen an Hard- und Software, denen sich Dresdner Unternehmen stellen.
 
Starke Vernetzung
Dank einer Vielzahl an Kooperationsprojekten hat sich in Sachsen eine starke Vernetzung von Hochschulen, Softwarefirmen und Industrie-Unternehmen entwickelt. So schafft insbesondere die enge Verzahnung von Mikroelektronik und IT wertvolle Synergien, die den Standort Dresden insgesamt voranbringen. Dazu trägt auch der Branchenverband Silicon Saxony e.V. mit seiner erfolgreichen Arbeit bei: Im Arbeitskreis Software, 2006 gegründet, engagieren sich Software-Unternehmen und Forschungseinrichtungen mit dem Ziel, Softwaretechnologien noch besser für die Hightech-Industrie nutzbar zu machen.

Exzellenz als Prinzip

Dresdens Erfolg beruht auf den Schlüsseltechnologien Mikroelektronik, Informations- und Kommunikationstechnologie und Software, Neue Werkstoffe und Nanotechnologie sowie Life Sciences und Biotechnologie. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Unternehmen und Forschungseinrichtungen bringt Dresden voran.