Wirtschaftliche Entwicklung

Dresden wusste die Chance zum Neuaufbau seiner Wirtschaft in einzigartiger Weise zu nutzen. Die Wirtschaftsdaten zeigen, dass die Stadt ihren Wachstumskurs trotz Wirtschafts- und Finanzkrise behauptet.

Ein Vergleich der Zahlen der 100 größten Unternehmen Dresdens ergab, dass zwischen 2005 und 2012 die Umsätze verdreifacht wurden und die Zahl der Mitarbeiter siebenmal so groß ist. 2013 erweiterten sich 49 Unternehmen und sicherten ca. 2.500 Arbeitsplätze am Standort. Dazu kommen 13 Neuansiedlungen, die 136 neue Arbeitsplätze für Dresden bedeuteten.
 

Bruttoinlandsprodukt (BIP)

Seit Mitte der 1990er ist Dresdens Wirtschaftskraft signifikant gewachsen: Im Vergleich zum Jahr 1995 stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um über 50 Prozent.

Dresden erwirtschaftet heute etwa ein Sechstel des sächsischen BIP und ist nicht nur die ökonomisch stärkste Stadt des Freistaates, sondern steht gleichzeitig an der Spitze in Ostdeutschland.br />
Auch wenn der Neuaufbau der Wirtschaft nach der Wende noch nicht abgeschlossen ist und Top-Wirtschaftsmetropolen wie München, Frankfurt oder Hamburg strukturell bedingt ein höheres BIP erreichen, bewegt sich Dresden auf dem Niveau der alten Bundesländer. Das Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner entspricht in etwa dem bundesweiten Durchschnitt. 

– Hinweis: Die Daten zum BIP beziehen sich auf das Jahr 2011. Aktuellere Daten liegen noch nicht vor. –
 

Unternehmen

Der Gewerbestand in der Stadt Dresden wuchs seit 2000 ununterbrochen. Im Jahr 2012 waren 49.183 Gewerbetreibende gemeldet. Das entspricht einem Zuwachs von 29 Prozent. Grund dafür ist unter anderem die anhaltend hohe Gründungsaktivität. 2013 wurden 5.433 Gewerbe neu angemeldet.

Dresdens Wirtschaft kennzeichnet eine traditionell große Branchenvielfalt. Die Stadt verfügt über einen ausgeprägten Industriesektor, ist aber gleichzeitig ein wichtiges Dienstleistungs- und Verwaltungszentrum.

Prägend sind mittelständische Betriebe – 99 Prozent aller Betriebe zählen dazu. Diese Verteilung zieht sich durch alle Wirtschaftszweige. Lediglich drei Prozent der Unternehmen haben mehr als 250 Arbeitnehmer. Diese vereinen aber trotzdem fast ein Drittel aller Beschäftigten auf sich.
 
 
 
 

Produktivität, Arbeitskosten und Bildungsniveau

Ebenso dynamisch wie das BIP wuchs die Produktivität am Standort. Das BIP je Arbeitsstunde und Erwerbstätigen stieg seit 2000 um 26 Prozent und liegt bei 33,26 Euro (2010).

Dank des international erfolgreichen Bildungssystems verfügt die Stadt über ein großes Reservoir an bestens ausgebildeten und motivierten Menschen. Hier gibt es außergewöhnlich viele Fachkräfte für wissenschaftlich und technisch anspruchsvolle Tätigkeiten.

45,5 Prozent der Beschäftigten sind in einem wissenschaftlich-technischen Beruf tätig oder haben einen solchen Studiengang abgeschlossen. Im europaweiten Vergleich liegt die sächsische Landeshauptstadt damit über dem Durchschnitt von großen Wirtschaftsnationen wie Deutschland, Frankreich und Großbritannien.

Trotzdem bleiben die Arbeitskosten noch immer hinter dem Niveau westdeutscher Städte zurück. Der durchschnittliche Bruttolohn je Arbeitsstunde beträgt etwa 18 Euro (2010).
 

Beschäftigung
 

Die Beschäftigung am Standort Dresden entwickelt sich sehr positiv. Im Jahr 2012 waren 233.540 (Stichtag 30.6.) Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Nach kontinuierlicher Abnahme der Beschäftigungszahlen zu Beginn des Jahrtausends zeichnet sich ab 2005 eine Trendwende ab, die bis heute anhält.

Das schlägt sich auf die Arbeitslosenquote nieder. Während sie zwischen 2000 und 2005 auf 15 Prozent stieg, sank sie seitdem um über sechs Prozentpunkte auf 8,8 Prozent (Jahresdurchschnitt 2013).

Dresden hat mit seinen vielen attraktiven Unternehmen und Institutionen eine große Anziehungskraft für Arbeitskräfte aus dem Umland. Etwa 40 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten wohnen nicht in Dresden, der Pendlersaldo ist positiv.
 

Kaufkraft
 

Mit Beschäftigung und BIP ist auch die Kaufkraft nachhaltig gestiegen.

Dresden verfügte 2013 über eine Kauftkraft von 18.588 Euro je Einwohner.

Vor zehn Jahren waren es noch ca. 12 Prozent weniger. Der Kaufkraftindex pro Einwohner (Deutschland = 100) lag 2013 bei 90,1.
 
 
 
 

Exzellenz als Prinzip

Dresdens Erfolg beruht auf den Schlüsseltechnologien Mikroelektronik, Informations- und Kommunikationstechnologie und Software, Neue Werkstoffe und Nanotechnologie sowie Life Sciences und Biotechnologie. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Unternehmen und Forschungseinrichtungen bringt Dresden voran.