Bewerbungsstart für Europas größten Hightech-Investorenkongress

15. März 2016
Im Rahmen der weltgrößten IT-Messe CeBIT 2016 haben die Landeshauptstadt Dresden und die HighTech Startbahn den Startschuss für die europaweite Bewerbung zur Teilnahme an den HIGHTECH VENTURE DAYS 2016 vom 18. bis 19. Oktober 2016 in Dresden gegeben. Die HIGHTECH VENTURE DAYS sind Europas größtes Forum für Hochtechnologie-Start-ups und -Wachstumsunternehmen auf der Suche nach Kapitalgebern. Damit baut Dresden seine Position als europäischer Knotenpunkt für Hightech-Wagniskapital weiter aus. Der Software- und Gründungsstandort präsentiert sich bei der CeBIT 2016 mit insgesamt 30 Ausstellern und Software-Unternehmern. Am Sächsischen Gemeinschaftsstand zeigen elf Gründungs- und Wachstumsunternehmen IT-Lösungen für die Mobilkommunikation und Smart Health.
 
Bewerbungsstart für Europas führenden Hightech-Investorenkongress
Ab dem 15. März 2016 können sich Start-ups und Wachstumsunternehmen aus dem Hochtechnologie-Bereich auf der Suche nach Wagniskapital für die HIGHTECH VENTURE DAYS 2016 bewerben. Bewerbungen sind bis zum 30. Mai 2016 möglich. „Europa braucht mehr und aktiveres Wagniskapital, damit sich aus technologiebasierten, innovativen Start-ups international erfolgreich agierende Unternehmen entwickeln können. Mit den europäischen HIGHTECH VENTURE DAYS ist Dresden im Oktober 2016 der ‚place to be’ für kapitalsuchende europäische Hightech-Startups und -Wachstumsunternehmen“, sagt Bettina Voßberg, Vorstandsvorsitzende des HighTech Startbahn Netzwerk e. V.  Die besten 40 Hightech-Unternehmen erhalten im Oktober 2016 in Dresden neben einer Standpräsentation die Möglichkeit, sich vor über 70 internationalen Investoren vorzustellen. Auch in diesem Jahr unterstützt Vodafone die HIGHTECH VENTURE DAYS: „Mit der TU Dresden verbindet Vodafone eine mehr als 20-jährige enge Partnerschaft. Hier entwickeln wir gemeinsam neue Technologien für die Zukunft der Telekommunikation. Unsere gute Zusammenarbeit mit der Hightech Startbahn in Dresden setzen wir daher auch in diesem Jahr fort“, so Hartmut Kremling, Innovation Ambassador Vodafone. Mit dem Vodafone-Stiftungslehrstuhl „Mobile Nachrichtensysteme“ an der TU Dresden, aus dem bislang elf Firmenausgründungen hervorgingen, ist die sächsische Landeshauptstadt ein international anerkanntes Zentrum für die Forschung an 4G (LTE) und 5G.
 
Dresden ist Europas Herz der Mikroelektronik – und ein deutsches Software- und Gründungszentrum
„Mit den HIGHTECH VENTURE DAYS baut Dresden seine Position als europäisches Zentrum für Hightech-Wagniskapital weiter aus“, sagt Dr. Robert Franke, Leiter des Amts für Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Dresden. „Der Investorenkongress lädt Gründer und Investoren im Oktober herzlich nach Dresden ein – und damit in das Herz der europäischen Mikroelektronik. Mit der sachsenweit höchsten Gründungsintensität gehört Dresden zu den stärksten IKT-Gründungszentren Deutschlands. Es ist vor allem das Zusammenspiel von exzellenten Hochschulen und Forschungseinrichtungen, innovativen IKT-Unternehmen und Industrieanwendern, das in Dresden hervorragend klappt“, so Franke weiter.  Mit mehr als 400 Firmen und etwa 10 000 Mitarbeitern gehört die IT- und Software-Branche zu den dynamischsten Wirtschaftsbereichen in Dresden. Der Schwerpunkt liegt vor allem auf Industrie-IT und der Software-Entwicklung an der Schnittstelle zu klassischen Industrien. Dresden ist als Software- und Gründungszentrum Motor der sächsischen IT-Branche. Im gesamten Freistaat arbeiten 24 000 Menschen in 2700 Softwarefirmen und erwirtschaften gemeinsam einen Jahresumsatz von etwa 2,5 Milliarden Euro. Die durchschnittliche Wachstumsrate bei der Beschäftigung liegt in Sachsen bei derzeit 7,7 Prozent.

HIGHTECH VENTURE DAYS mit Fundingquote von 10 Prozent
Bei den HIGHTECH VENTURE DAYS und dem Vorläuferformat stellten sich seit 2013 insgesamt 150 Unternehmen einem internationalen Investorenpublikum vor. Von diesen Unternehmen führten bis Oktober über 30 Prozent der Unternehmen Verhandlungen mit Investoren. Inzwischen erhalten jährlich ca. 10 Prozent der sich präsentierenden Unternehmen eine Finanzierung durch Investoren und Kontakte. Ein Beispiel für die erfolgreiche Vernetzung mit Investoren ist das französische Unternehmen Terabee, ein innovatives Start-up, das völlig neue Ansätze für die Sensorik in den Bereichen Robotik, Drohnen und Industrieautomation entwickelt. Das beinhaltet vor allem das Erfassen von Entfernungen und Hindernissen und ermöglicht damit neue Anwendungen in der Navigation und der Vermeidung von Kollisionen. Das Unternehmen hat soeben eine Finanzierungsrunde geschlossen, Geschäftsführer Max Ruffo: „Die HIGHTECH VENTURE DAYS sind sehr gut organisiert und ziehen eine Auswahl hochkarätiger Investoren an. Tatsächlich haben wir bei der Veranstaltung einen unserer neuen Investoren gefunden“.
 
Dresdner Gründer präsentieren auf CeBIT IT-Lösungen für Mobilkommunikation und Smart Health
Im Rahmen der CeBIT stellen Start-up-Unternehmen aus Dresden und der Region ihre Software-Lösungen für die digitale Welt von heute und morgen vor. Die Schwerpunkte liegen dabei auf IT für die mobile Kommunikation und für Anwendungen im Gesundheitsbereich.
 
Die Simless GmbH präsentiert ihre Software-Lösung für SIM-Karten-freie Mobilkommunikation. Simless-Geschäftsführer Karsten Ohme: „Die CeBIT bietet uns hervorragende Möglichkeiten, mit nationalen und internationalen Industrievertretern und Fachexperten aus dem Telekommunikationsbereich ins Gespräch zu kommen. Dabei zielen wir insbesondere auf Erstausrüster von Mobiltelefonen und Machine-to-Machine-Endgeräten ab, bei denen die Informationen über Mobilfunk ausgetauscht werden – also Erstausrüster etwa  von Fahrzeugen, Maschinen, Containern und Automaten.“ Mit der Software des Dresdner Start-ups Slock.it wird das Smartphone zum ‚Smart Lock’: Mit dem Smartphone kann der Nutzer im Handumdrehen zum Beispiel Türen öffnen, Gebühren entrichten, Gegenstände vermieten oder auch das Aufladen von Elektrofahrzeugen an Ladesäulen bezahlen. Bei der RadioOpt GmbH geht es um die Qualität von Netzwerken: Mit der IT des Dresdner Start-ups können Netzbetreiber und Serviceanbieter weltweit feststellen, in welcher Qualität die Mobilfunknetze bei ihren jeweiligen Kunden zur Verfügung stehen. Das Unternehmen 3D Interaction Technologies GmbH stellt bei der CeBIT eine neuartige Lösung für Produktvideos vor, in denen der Betrachter auch interaktiv eingreifen kann. Dank dieser Video-Software können Firmen komplexe technische Geräte besser erklären.
 
Zu den IT-Innovationen, die Dresdner Start-ups im Rahmen der CeBIT vorstellen, gehören zukunftsweisende Lösungen für Smart Health, das digitale Gesundheitswesen. Mit Hilfe der von diafyt entwickelten vollautomatischen Insulinpumpe lässt sich die Therapie bei Diabetikern optimieren – und verschafft den Patienten damit mehr Freiheit. Eine Unterstützung für Pflegepersonal und andere bietet die Pflegesoftware der CareSocial GmbH: Pflegedokumentation, Behandlungsunterlagen, Arbeitsabläufe – die cloudbasierten IT-Anwendungen des Unternehmens bieten alles, was ein moderner Pflegedienst, eine Tageseinrichtung, betreutes Wohnen oder ein Intensivpflegedienst braucht. Bei der CeBIT stellt das Unternehmen eine digitale Patientenakte und ein neues Chipkartenlesegerät für das Einlesen von Gesundheitskarten per Smartphone vor. Die Apoly GmbH präsentiert eine neue App, über die sich bei regionalen Apotheken rezeptfreie Medikamente bestellen und noch am gleichen Tag liefern lassen.


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Exzellenz als Prinzip

Dresdens Erfolg beruht auf den Schlüsseltechnologien Mikroelektronik, Informations- und Kommunikationstechnologie und Software, Neue Werkstoffe und Nanotechnologie sowie Life Sciences und Biotechnologie. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Unternehmen und Forschungseinrichtungen bringt Dresden voran.