Dresdner Informatikfakultät öffnet zum Jubiläum „50 Jahre Informatikausbildung“ am 19. und 20. Juni ihre Türen für eine überraschende Projektschau

12. Juni 2019
Von elastischen Displays, selbstlernenden Maschinen, digitaler Zukunft und Verantwortung
 
Dresdner Informatikfakultät öffnet zum Jubiläum „50 Jahre Informatikausbildung“ am 19. und 20. Juni ihre Türen für eine überraschende Projektschau
 
Dresden gehört mit Darmstadt, Karlsruhe, München und Saarbrücken zu den ersten Hochschulen in Deutschland, die Ende der 60er Jahre eine Informatikausbildung etabliert haben und seitdem mit ihren Lehrinhalten das Fundament für aktuelle und zukünftige Entwicklungen in der Digitalisierung schaffen. Gemeinsam errichten die fünf Universitäten am 19. Juni virtuell den „Deutschlandcampus der Informatik 2069“ – in Dresden werden sie dabei von Ministerpräsident Michael Kretschmer unterstützt. Die Hochschulen wollen damit auf die Ziele des Informatikstudiums der Zukunft hinweisen.

Noch nie waren IT-Fachkräfte so gefragt wie heute, da Digitalisierung zunehmend an Bedeutung gewinnt. Digitale Entwicklungen vereinfachen unser Leben, überwinden Entfernungen und Unterschiede. Fahrassistenten, die sicher ans Ziel bringen, gesundheitsüberwachende Uhren, softwaregesteuerte Fabriken, Datenbrillen, die die sichtbare Realität erweitern – IT-Spezialisten müssen künftig nicht nur ihr eigenes Fach beherrschen, sondern auch über Wissen aus anderen Disziplinen verfügen. Gleichzeitig wachsen die Pflicht, nachhaltige Lösungen zu finden, und die ethische Verantwortung. Denn auch Tatsachen wie manipulierte Software in Dieselmotoren, ferngesteuerte Drohnenoperationen und staatliche Massenüberwachung werden durch die Forschungs- und Entwicklungsarbeit von Informatikern ermöglicht. Die Bedeutung von Fragen rund um die Informatik im Spannungsfeld zwischen Wirtschaft, Ethik und Gesellschaft nimmt unverkennbar zu. Wer haftet beispielsweise für die Handlungen künstlicher Intelligenz? Wie viele Regeln braucht und verträgt das Internet? Wie gehen wir mit potentiellen Überwachungsmöglichkeiten durch digitale Assistenten um?

Beim aktionsreichen Festtagsprogramm an der TU Dresden stehen Diskussionsrunden über nachhaltige IT-Lösungen, Datensicherheit und neue Ausbildungsinhalte im Vordergrund. Die nationale Bedeutung der Informatikausbildung würdigt Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Auftakt in einem Grußwort aus Berlin. Mit 81 Installationen und Vorträgen bietet das Jubiläum eine außerordentlich vielschichtige Projektschau über aktuelle IT-Entwicklungen und Trends. Das Besondere daran: es sind vorrangig Studierende, die ihre Studienergebnisse präsentieren. Besucher können die erste adaptive Steuerkonsole für Baumaschinen der Zukunft testen oder den ersten Touch-Bildschirm ausprobieren, der nachgibt. Im taktilen Labyrinth wird es möglich, die Bilderwelt blinder Menschen zu erfühlen. Sensorgesteuerte Roboterarme machen die Durchbrüche in der Robotik und der Künstlichen Intelligenz erlebbar. Nicht zuletzt haben Nostalgiker und Spielefans die Gelegenheit, sich durch Computerspiele im Wandel der Zeit zu spielen.

Alle Interessierten sind eingeladen, mit der Fakultät Informatik der TU Dresden eine Reise von den Anfängen bis in die digitale Zukunft zu machen.


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Exzellenz als Prinzip

Dresdens Erfolg beruht auf den Schlüsseltechnologien Mikroelektronik, Informations- und Kommunikationstechnologie und Software, Neue Werkstoffe und Nanotechnologie sowie Life Sciences und Biotechnologie. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Unternehmen und Forschungseinrichtungen bringt Dresden voran.