Erster IEEE 5G Summit auf deutschem Boden: 5G Lab Germany in Dresden gehört zur Weltspitze der Mobilfunk-Entwicklung

22. September 2016
In Dresden wird die nächste Generation der mobilen Kommunikation maßgeblich entwickelt. Sie ermöglicht die tiefgreifende Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft.

Die fünfte Generation des Mobilfunks, genannt 5G, wird maßgeblich in Dresden entwickelt. Dreh- und Angelpunkt dieser Forschung ist das 5G Lab Germany an der Technischen Universität (TUD). Am 29. September 2016 veranstaltet das 5G Lab gemeinsam mit dem IEEE, dem weltgrößten Verband der Elektro- und Informationstechnik-Ingenieure, den ersten IEEE 5G Dresden Summit im Internationalen Kongresszentrum in Dresden. Diese Konferenz war in den letzten Jahren in Princeton, Toronto, dem Silicon Valley und Indien zu Gast und wird nun erstmalig in Deutschland durchgeführt. Das Gipfeltreffen stellt eine Plattform für führende Industrievertreter und Wissenschaftler zum Austausch von Ideen und zur Anbahnung von Zusammenarbeiten in dieser Schlüsseltechnologie dar, um die Standardisierung und Umsetzung von innovativen Lösungen voranzutreiben.

Die Konferenz baut auf dem großen Erfolg des 5G Lab Industry Day 2015 auf und trägt der positiven Entwicklung von Dresden als Innovationskern für das Mobilfunknetz der fünften Generation Rechnung. Hochaktuelle 5G-Themen vom Schaltungsentwurf, über Mobilfunk, Netzarchitekturen und Edge Clouds bis hin zu Applikationen für das ‚Taktile Internet‘ werden diskutiert. Die Organisatoren erwarten rund 500 Teilnehmer, darunter renommierte internationale Wissenschaftler u.a. von der TU Dresden und dem Massachusetts Institute of Technology (MIT) sowie hochrangige internationale und nationale Vertreter der Industrie aus den Bereichen Kommunikationstechnik, Industrieautomatisierung, Mobilität und weiteren Anwenderbranchen – so z.B. von Facebook, der Deutschen Telekom, Vodafone und Nokia. Neben dem hochkarätigen Programm aus Podiumsdiskussionen, Fachvorträgen und Live-Demonstrationen bietet der Gipfel beste Möglichkeiten, Expertenkontakte zu intensiveren.

Ein wichtiges Ziel der Konferenz ist es, die nahezu grenzenlose Vielfalt neuer Anwendungsmöglichkeiten der 5G-Technologie aufzuzeigen. Einige solcher Anwendungsbeispiele werden schon auf dem Kongress demonstriert, die Bandbreite reicht dabei von Internetsicherheit über Mobilfunk in Echtzeit und Virtualisierung von Hardware bis hin zu automatisiertem Vernetzten Fahren. Letzteres wird anhand von Roboterfahrzeugen demonstriert, die während der Fahrt miteinander kommunizieren, sich abstimmen und damit Ampeln im Straßenverkehr der Zukunft überflüssig und diesen damit insgesamt sicherer machen werden.

Die fünfte Netzgeneration zeichnet sich besonders durch eine drastisch gestiegene Übertragungsgeschwindigkeit, sicherere Kommunikation und extrem kurze Verzögerungszeiten aus. Im Gegensatz zum heutigen Standard, der vor allem die schnelle Verbreitung von Daten ermöglicht, stellt 5G einen Treiber für die umfassende Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft dar. Denn dann wird auch das Steuern und Regeln z.B. von Industrieanlagen aus der Ferne ermöglicht – und zwar in Echtzeit. 5G stellt insbesondere eine Revolution in den Netzwerken dar, da die klassischen Punkt-zu-Punkt-Verbindungen aufgelöst werden.

Auf die besondere Relevanz auch für die regionalen Technologieunternehmen weist 5G Lab-Koordinator Prof. Frank Fitzek hin: „Die bei 5G entstehenden innovativen Lösungen sind auch für sächsische Unternehmen interessant, da sie helfen können, neue Geschäftsfelder zu erschließen. Deshalb unterstützen das Land Sachsen und die Stadt Dresden den 5G Summit, um der sächsischen Wirtschaft und speziellen technologie-orientierten Unternehmen die Möglichkeit zum Austausch mit Forschern, Entwicklern, Produzenten und Anwendern zu geben. Wir möchten die Unternehmen der Region ausdrücklich ermutigen, diese großartige Chance zu nutzen!“


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Exzellenz als Prinzip

Dresdens Erfolg beruht auf den Schlüsseltechnologien Mikroelektronik, Informations- und Kommunikationstechnologie und Software, Neue Werkstoffe und Nanotechnologie sowie Life Sciences und Biotechnologie. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Unternehmen und Forschungseinrichtungen bringt Dresden voran.