Gefährdete Wissenschaftler finden eine neue Forschungsheimat. TU Dresden wirbt drei neue Philipp Schwartz-Stipendien ein.

25. Juni 2019
Die Philipp Schwartz-Initiative gab jetzt die Ergebnisse ihrer nun bereits fünften Ausschreibungsrunde bekannt. Erneut erhalten damit Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Deutschland die Möglichkeit, in ihren Heimatländern gefährdete oder bereits geflüchtete Forscher für 24 Monate mit einem Vollstipendium der Philipp-Schwartz-Initiative aufzunehmen. Die TU Dresden war mit ihren Anträgen schon in der 2. und 4. Ausschreibungsrunde erfolgreich und kann nun in dieser 5. Runde einen großen Erfolg verzeichnen: Drei weitere Stipendiaten werden im Sommer ihre zweijährigen Forschungsarbeiten in einer sicheren Arbeits- und Lebensumgebung beginnen. Die drei Wissenschaftler aus Osteuropa und Syrien werden die Bereiche Ingenieurwissenschaften und Geistes- und Sozialwissenschaften der TU Dresden bereichern.

„Für mich und meine Familie ist das Stipendium ein großes Glück“, sagt Fatina Kourdi, Stipendiatin aus der letzten Ausschreibungsrunde. Viele Einrichtungen der TU Dresden sind an der Vorbereitung des Aufenthalts der Kandidaten beteiligt und arbeiten auf Hochtouren. In den nächsten Monaten werden nun in Summe sechs Philipp Schwartz-Stipendiaten auf dem Campus forschen und die Möglichkeit haben, ihren weiteren Karriereweg nach dem Stipendium zu planen.

Das DRESDEN-concept Welcome Center at TU Dresden ist für die Antragsstellung der TUD sowie für die Abwicklung des Projekts verantwortlich und steht den Gastgebern und Wissenschaftlern unterstützend zur Seite. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Welcome Centers organisieren momentan die Einreise aller Kandidaten mit ihren Familien.

Die Philipp Schwartz-Initiative
Die Philipp Schwartz-Initiative wurde von der Alexander von Humboldt-Stiftung gemeinsam mit dem Auswärtigen Amt ins Leben gerufen und ermöglicht Universitäten, Fachhochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Deutschland die Verleihung von Stipendien für Forschungsaufenthalte an gefährdete Forscherinnen und Forscher. Finanziert wird diese Initiative durch das Auswärtige Amt, die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, die Andrew W. Mellon Foundation, die Fritz Thyssen Stiftung, die Gerda Henkel Stiftung, die Klaus Tschira Stiftung, die Robert Bosch Stiftung, den Stifterverband sowie die Stiftung Mercator.


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