Halbleiterproduktion und freiwilliger Umweltschutz - Umweltminister Schmidt besucht Infineon Technologies Dresden

04. März 2016
Umweltminister Thomas Schmidt hat sich gestern (3. März 2016) bei einem Besuch bei Infineon Technologies Dresden über die freiwilligen Umweltleistungen des Unternehmens und die 300-mm-Waferproduktion informiert.
 
„Infineon hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Maßnahmen zur Einsparung von Energie und zum Schutz von Ressourcen angepackt“, sagt der Minister. „Das Unternehmen hat vor mehreren Jahren ein Umweltmanagement-System eingeführt und ist seit 2000 Mitglied in der Sächsischen Umweltallianz.“
 
Die Herstellung von Halbleitern ist sehr energieintensiv. „Zehn Prozent unserer Gesamtkosten entfallen heute auf Energie – energieeffizientes Fertigen wird damit zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor“, sagt Infineon-Geschäftsführer Helmut Warnecke. Durch intelligente Lösungen zur Energierückgewinnung und für geringeren Verbrauch konnte Infineon Dresden den externen Bezug an Elektroenergie um neun Prozent und an Heizwärme sogar um 61 Prozent senken. Zum Beispiel wird die Abwärme aus Abluft oder aus Wasserrücklaufsystemen genutzt. Zwei hocheffiziente Blockheizkraftwerke helfen zudem, die Kosten zu senken. Damit will das Unternehmen steigenden Strompreisen begegnen und neben einer wirtschaftlichen auch eine umweltfreundliche Energieversorgung sicherstellen. Mit den beiden neuen, erdgasbetriebenen Blockheizkraftwerken kann das Unternehmen so künftig ca. 13 Prozent des Gesamt-Strombedarfes und ca. 50 Prozent des Wärmebedarfes selbst abdecken.
 
Geschäftsführer Warnecke wies bei dem Besuch des Ministers auf die Bedeutung schneller immissionsschutzrechtlicher Genehmigungen hin. „Wir müssen in der Regel kurzfristig auf steigende Kundennachfragen reagieren. Deshalb sind rasche Genehmigungsverfahren für Infineon Dresden ein wichtiger Standortfaktor im internationalen Wettbewerb. Teilweise erleben wir jedoch sehr lange Genehmigungszeiträume. Hier darf Sachsen nicht ins Hintertreffen geraten, sonst besteht die Gefahr für Schäden des Investitionsstandortes.“ Minister Schmidt unterstützt das Anliegen von Infineon. „Reibungslose Genehmigungsverfahren sind ein wichtiger Standortvorteil im nationalen und internationalen Vergleich. Ich werde mich deshalb auch in Zukunft dafür einsetzen, dass wir auch weiterhin zügige Verfahren gewährleisten können.“
 
Hintergrund
Die Infineon Technologies Dresden GmbH ist mit rund 2.000 Mitarbeitern einer der größten und modernsten Fertigungsstandorte der Infineon Technologies AG. Am Standort Dresden wird derzeit die weltweit erste Hochvolumenfabrik für Leistungshalbleiter auf 300-mm-Dünnwafern aufgebaut. Infineon ist 2015 zum sechsten Mal in Folge in den wichtigsten Nachhaltigkeitsindex, den Dow Jones Sustainability Index, aufgenommen worden. Neben einer energieeffizienten Fertigung tragen die Produkte von Infineon zu einem erheblichen ökologischen Nettonutzen bei, da sie helfen Energie effizient zu erzeugen, zu übertragen und zu nutzen.


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