Kongress für IT und E-Government in Dresden

22. September 2016
Das Staatsministerium des Innern, die Sächsische Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung (SAKD) und der Staatsbetrieb Sächsische Informatik Dienste (SID) richten am 26. und 27. September 2015 im Erlwein-Forum in Dresden das achte IT- und Organisationsforum (ITOF) aus.

Insgesamt rund 600 Teilnehmer werden zu diesem inzwischen größten Fachkongress in den ostdeutschen Bundesländern erwartet, darunter Akteure aus staatlichen und kommunalen Einrichtungen, Behörden, IT-Anbieter, Softwareunternehmen, Unternehmen für IT-Sicherheit, Berater und kommunale Dienstleister. 47 Aussteller aus diesen Branchen werden ihre Projekte, Innovationen und Dienstleistungen vorstellen.

„Das ITOF ist der zentrale Kongress für IT und E-Government im Freistaat Sachsen. E-Government perspektivisch flächendeckend in all unseren Behörden anbieten und damit bürgernäher, transparenter und serviceorientierter sein zu können, ist das angestrebte Ziel“, sagte der Innenstaatssekretär und Beauftragte für Informationstechnologie des Freistaates Sachsen (CIO), Dr. Michael Wilhelm. „Die ‚Transformation‘ der papierbasierten zu einer digitalen Verwaltung stellt die Akteure dabei vor neue Herausforderungen. Mit dem Sächsischen E-Government-Gesetz von 2014 und der im Januar 2016 vom Kabinett verabschiedeten Digitalisierungsstrategie ‚Sachsen Digital‘ hat der Freistaat ein Fundament geschaffen, auf das die Behörden vor Ort nun aufbauen können. Wir reden von Veränderungen, die alle Verwaltungen flächendeckend gestalten müssen, ob Ministerium oder untere Landesbehörde, ob Landeshauptstadt oder kleine Kommune“, so Wilhelm.

Es sei gut, wenn es eine Plattform jenseits von offiziellen Gremien gebe, die zum Erfahrungsaustausch anrege, wo man Kontakte knüpfen könne, wo man in 22 Foren, Vorträgen und Diskussionen auf den neuesten Stand zum Thema E-Government gebracht werde, so Wilhelm. Dass der Bedarf nach so einer Veranstaltung gewachsen sei, zeigten wachsende Teilnehmer- und Ausstellerzahlen.

So werden Foren beispielsweise zu elektronischer Aktenführung sowie zum Datenschutz im digitalen Zeitalter und zur Cybersicherheit ebenso auf reges Interesse stoßen wie eine Podiumsdiskussion zum Thema „Total digital – Sind wir schon 4.0?“. Der Sächsische Datenschutzbeauftragte Andreas Schurig, Wurzens Oberbürgermeister Jörg Röglin und der ehemalige brandenburgische Innenstaatssekretär Hans-Jürgen Hohnen diskutieren dort über das Für und Wider sowie die Chancen und Risiken einer zunehmenden Digitalisierung für Staatsverwaltung und Bürger.

Erstmals wird sich auch die „Innovationskommune“ Brandis auf dem ITOF präsentieren. Sie probt neue digitale Verfahren für Bürgerinformation und Bürgerbeteiligung. So kann jeder Bürger seit der Einführung des Ratsinformationssystems den Sitzungskalender einsehen, digital auf alle Sitzungsunterlagen zugreifen und über die Sitzungsprotokolle auch die Ergebnisse nachverfolgen. Erstmals testete Brandis auch eine Bürgerbeteiligung über online-Voting bei der Erstellung eines Einzelhandelskonzeptes für die Kommune (www.innovationskommune.de).
 


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