Lehramt International: TU Dresden erhält 600.000 Euro Förderung

16. August 2019
54 deutsche Universitäten haben sich beworben, 19 waren in der ersten Förderrunde erfolgreich. Eine davon ist die TU Dresden. Sie erhält die höchst mögliche Fördersumme von 600.000 Euro im neu konzipierten Programm „Lehramt International“ des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) für das im Zentrum für Lehrerbildung- Schul- und Berufsbildungsforschung (ZLSB) entwickelte Projekt IMPRESS (Internationality via Mobility Projects, Research and Educational SynergieS). Die TU Dresden ist damit der einzige sächsische Hochschulstandort im Förderprogramm und einer von drei ostdeutschen Standorten, einschließlich Berlin.
 
Hintergrund der DAAD-Initiative ist die Erfahrung, dass Lehrer zunehmend in einem internationalen Umfeld arbeiten und globale Entwicklungen im Unterricht eine wichtige Rolle spielen. Lehrer brauchen daher interkulturelle Kompetenz. Zudem müssen sie in der Lage sein, Auswirkungen auf die Gesellschaft fachbezogen vermitteln zu können. Bislang sind Lehramtsstudiengänge nur vereinzelt international aufgestellt. Auch die Zahl der Studierenden mit einem längeren Auslandsaufenthalt ist vergleichsweise gering.
 
An der TU Dresden wurden für das Projekt IMPRESS verschiedene Konzepte entwickelt, um sowohl die Mobilität der Studierenden zu erhöhen als auch im Studium selbst den Bereich interkulturelle Kompetenz zu stärken.
 
Das Projekt IMPRESS kann jetzt starten und
  • beinhaltet den Aufbau eines facettenreichen Partnernetzwerks aus Schulen und Hochschulen auf fünf Kontinenten, Studierendenmobilität, innovative Formate für interkulturelles, interdisziplinäres Lehren und Lernen und eine gemeinsame Schul- und Berufsbildungsforschung
  • etabliert ein mehrstufiges Mobilitätsmodell in allen Lehramtsstudiengängen, das die Bedürfnisse aller Studierenden abbildet und
  • will die Lehramtsstudierenden dafür begeistern, Auslandsaufenthalte und interkulturelles Lernen in ihr Studium zu integrieren.
 
Die Kooperationsmodelle, die bis Ende 2022 entstehen, fokussieren sowohl auf eine „regionale“ Vernetzung mit Hochschulen und Bildungseinrichtungen im Dresdner „Nahraum“ mit Universitäten in Polen und Tschechien als auch auf eine „globale “ Vernetzung mit Partnern in Russland, den USA, Japan, Hong Kong, Vietnam, Indonesien, Israel, Jordanien, Iran, Südafrika und Argentinien.
 
Das Projekt wird die Expertise aller Akteure, die in den vergangenen fünf Jahren den Internationalisierungsprozess der TUD geprägt haben, aufgreifen und um die Perspektive der Lehrerbildung erweitern.


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