Pressestimme: 74 Millionen Euro teures Chipforschungsprojekt startet in Dresden

05. Juni 2019
Infineon Dresden hat mit weiteren Partnern aus acht Ländern ein 74 Millionen Euro teures Forschungsprojekt „Power2Power“ gestartet, das auf innovative Leistungselektronik zielt. Mit diesen Spezialchips, die zum Beispiel für Elektroautos, E-Loks und Solaranlagen gebraucht werden, könnte sich Europa auch unabhängiger von den Handelskriegen der USA machen.

Damit Europa im Zukunftsmarkt der Leistungs-Elektronik für Elektroautos, Solarkraftwerke und Haushaltsgeräte nicht zu abhängig von den USA und China wird, hat der deutsche Mikroelektronik-Konzern Infineon in Dresden am Mittwoch das kooperative Forschungsprojekt „Power2Power“ gestartet. Das Programm ist mit 74 Millionen Euro dotiert. Einen Teil des Geldes schießen EU, Bund und Freistaat Sachsen zu.

Unternehmen und Institute aus acht Ländern wollen unter Führung von Infineon Dresden bis Mitte 2022 neuartige Computerchips entwickeln. Diese Elektronik soll stärkere Ströme und höhere Spannungen vertragen als klassische Leistungshalbleiter, zudem auch schneller und energieeffizienter arbeiten.

„Für den Ausbau und die Weiterentwicklung des Silicon Saxony sind europäische Kooperationen wie Power2Power von enormer Bedeutung“, betonte der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU). „Das Projekt berücksichtigt alle Wertschöpfungsstufen und verbindet Innovationen mit Energieeffizienz. Dies kann entscheidend dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Mikroelektronikindustrie zu erhöhen.“

Beteiligt sind aus Sachsen neben Infineon die Universitäten Dresden, Chemnitz und Ilmenau, die EAAT Chemnitz, die Hochschule Zittau-Görlitz, Siltronic und X-Fab. Konkret in Dresden könnte das „Power2Power“-Projekt für eine bessere Auslastung von Infineons 300-Millimeter-Fabrik für Leistungshalbleiter sorgen. Entstehen sollen insbesondere neue Pilotlinien.
(Quelle: Dresdner Neueste Nachrichten)


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