Prognose für Dresden: Bevölkerung wächst weiter bis 2030

02. Oktober 2014
Die Dresdner Bevölkerung wächst und zwar von derzeit 537 300 Einwohnern - Stand Jahresmitte 2014 - auf etwa 585 600 im Jahre 2030. Das besagt die aktuelle Bevölkerungsprognose der Landeshauptstadt Dresden, für die erste Eckwerte vorliegen.

„Dresden wächst weiter. Bis 2030 werden mehr als 48 300 Dresdnerinnen und Dresdner mehr in unserer Stadt leben. Ich freue mich über diese dynamische Entwicklung, die nicht nur durch Zuzug sondern auch durch steigende Lebenserwartungen und steigende Geburtenzahlen möglich wird. All das spricht für Dresdens Attraktivität," freut sich der Zweite Bürgermeister Detlef Sittel. Auf der Grundlage einer Analyse der vergangenen Jahre erfolgte die Vorausberechnung der Einwohnerzahl bis 2030. Dazu wurde in der Prognose folgende Annahme getroffen: Die zusammengefasste Geburtenrate wird beim gegenwärtigen Niveau von 1,5 Kindern je Frau verbleiben, da die Kennziffer in den letzten drei Jahren stagnierte. Unter dieser Annahme werden die Geborenenzahlen bis etwa 2019 weiter auf knapp 6 400 pro Jahr ansteigen und danach im Niveau leicht sinken. Ursache des Geburtenanstieges ist die steigende Anzahl von Frauen im Alter von 15 bis 44 Jahren. Ab 2026 wird die Geborenenzahl voraussichtlich wieder unterhalb der 6 000er-Marke liegen.Die Zahl der Gestorbenen wird dagegen kontinuierlich bis 2025 auf etwa 6 000 steigen und danach stagnieren. Damit würde ab 2025 die Zahl der Gestorbenen über der Zahl der Geborenen liegen. Zweite folgende Annahme wurde dabei getroffen: Es wird von einem weiteren Anstieg der Lebenserwartung bei Frauen auf 87 Jahre und bei Männern auf knapp 83 Jahre bis zum Jahr 2030 ausgegangen.

Als dritte Annahme wurde zugrunde gelegt: Zwar geht die Zahl der Zuzüge aus den neuen Bundesländern bis 2020 zurück, bedingt durch die sinkende Anzahl in der mobilsten Altersgruppe im Alter von 18 bis 30 Jahren in der Bevölkerung der neuen Bundesländer. Diese Abnahme wird jedoch durch stärkere Zuzüge aus den alten Bundesländern und dem Ausland abgemildert.

Neu ist, dass Dresden im Saldo mehr Bevölkerung an das Umland verlieren wird, jedoch bei weitem nicht in dem Maße wie in den 1990er Jahren. Die Fortzüge werden sich insgesamt leicht verringern.

Aus den Berechnungen ergibt sich ein starkes Anwachsen der Zahl der Jugendlichen und Kinder im Schulalter von nun 48 600 auf 65 300 im Jahr 2030.

Wie überall in Deutschland wird auch in Dresden der Anteil der Älteren zunehmen: Die Zahl der Dresdner im Alter von über 75 Jahren steigt um etwa 12 000 auf dann 70 700 zum Ende des Prognosezeitraumes. Im Vergleich zur gesamtsächsischen Entwicklung ist bemerkenswert, dass das Durchschnittsalter von aktuell 43,0 Jahren nach Stagnation bis 2023 nur leicht auf 43,4 Jahren bis 2030 ansteigen wird.


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