Sachsen fördert Smart Systems Hub mit 3,8 Millionen Euro

28. Juni 2019
Dresdner Cluster ist auf dem Weg zu einem führenden „One-Stop-Shop“ für das „Internet of Things“

Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig hat am Freitag einen Förderbescheid in Höhe von rund 3,8 Millionen Euro an Michael Kaiser, Geschäftsführer der Smart Systems Hub GmbH, überreicht. Aufgrund der herausragenden Bedeutung des Hubs unterstützt das sächsische Wirtschaftsministerium die Arbeit dieses Netzwerkes mit Mitteln aus der Richtlinie Clusterförderung. Das vom SMWA geförderte Vorhaben konnte bereits im September 2018 vorläufig begonnen werden und läuft zunächst bis September 2022.

Die Software-Branche boomt. Es gibt bereits viele Erfolgsgeschichten mit sächsischer Beteiligung. Auf dem Weg zum Erfolg spielt die Vernetzung mit der Wirtschaft, insbesondere der Gründer- und Start-up-Szene, und mit Forschungseinrichtungen eine entscheidende Rolle. Der Dresdner Hub agiert als „One-Stop-Shop“, also als zentraler Ansprechpartner für Fragen rund um das „Internet der Dinge“ („Internet of Things“, IoT). „Cluster wie der Smart Systems Hub in Dresden sind bei der Vernetzung wichtig – denn sie bilden den Rahmen und helfen dabei, möglichst alle Unternehmen für die unterschiedlichen Aspekte der Digitalisierung zu begeistern“, sagte Minister Dulig beim Besuch des Smart Systems Hub am Standort von SAP Dresden.

Dort informierte er sich, wie erfolgreiche Netzwerkarbeit konkret aussehen kann und welche Projekte derzeit bei den Partnern des Smart Systems Hubs umgesetzt werden. Dabei spielten auch die unterschiedlichen Sichtweisen der Akteure eine Rolle – die der Technologie-Entwickler genauso wie die der Anwender neuer Technologien oder der Schlüsselpartner aus dem Kreis ortsansässiger Großunternehmen.

Im Beisein des sächsischen Wirtschaftsministers hat die Smart Systems Hub GmbH zwei neue Kooperationsverträge mit Infineon Dresden und Globalfoundries als neue Schlüsselpartner unterzeichnet. Bereits bestehende Schlüsselpartner sind die Unternehmen SAP und T-Systems Multimedia Solutions. Geschäftsführer Michael Kaiser: „Der Smart System Hub hat sich in kurzer Zeit zu einem attraktiven Ort für die gemeinsame Entwicklung und Erprobung von neuartigen IoT-Lösungen entwickelt – dies geschieht in sogenannten Co-Innovationsformaten. Die Partner des Hubs schätzen die Möglichkeit, im Rahmen dieser Co-Innovationsformate – wie dem Thin[gk]athon – schneller zu neuen Lösungen mit hohem Innovationsgrad zu kommen.“

Zum Smart Systems Hub
Mit dem Smart Systems Hub wächst in Dresden ein Kompetenz- und Innovationszentrum zur Industrie-Digitalisierung, das zur ersten europäischen Adresse für Komponenten smarter Systeme werden soll. Ausgehend von der Leitindustrie Mikroelektronik werden durch die Integration der drei Säulen Hardware, Software und Connectivity Plattformen basierend auf der IoT-Technologie für neue Produkte und Geschäftsmodelle geschaffen und deren gemeinsame Entwicklung konsequent vorangetrieben. Damit entstehen in Dresden die Strukturen, um den Standort zu einem von deutschlandweit 14 spezialisierten „Digital Hubs“ – weltweit als führende Innovations- und Gründungsökosysteme vermarktete Standorte – im Rahmen der de:hub-Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie zu entwickeln. Das Management des Hubs erfolgt durch die Smart Systems Hub GmbH, die von Silicon Saxony, der Hightech Startbahn und dem 5G-Lab getragen wird.

Zum Hintergrund von „Sachsen Digital“
Mit „Sachsen Digital“, der ressortübergreifenden Digitalisierungsstrategie des Freistaates Sachsen, hat das SMWA 2016 einen gesellschaftlichen Dialog zur digitalen Zukunft des Freistaates Sachsen angestoßen. Zu den Schwerpunkten der Strategie gehören unter anderem die Entwicklung der digitalen Infrastruktur, die Gewährleistung der Informations- und Cybersicherheit, die Stärkung der digitalen Innovationskraft in Sachsen, die Befähigung der Menschen für die digitale Welt sowie die Weiterentwicklung der Digitalisierung der Verwaltung und öffentlicher Institutionen. Der Smart Systems Hub ist eine Maßnahme der Strategie (Nr. 4.2.8).


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Exzellenz als Prinzip

Dresdens Erfolg beruht auf den Schlüsseltechnologien Mikroelektronik, Informations- und Kommunikationstechnologie und Software, Neue Werkstoffe und Nanotechnologie sowie Life Sciences und Biotechnologie. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Unternehmen und Forschungseinrichtungen bringt Dresden voran.