Schnelleres Unternehmenswachstum mit Risikokapital

14. Oktober 2014
40 Firmen aus dem Bereich Hochtechnologie präsentieren sich vom 14. Oktober bis 15. Oktober 2014 beim Investorenkongress in Dresden. 60 nationale und internationale Investoren sind vor Ort. Insgesamt geht es um einen Bedarf von 140 Millionen Euro.

Ostdeutschlands Firmen wollen wachsen. Unternehmen aus den neuen Bundesländern haben eine hohe Nachfrage nach Seed-, Startup- und Wachstums- bzw. Risikokapital. Bei der "Innovationswerkstatt Kapital 2014" (von Dienstag, 14. Oktober bis 15. Oktober 2014 in Dresden) suchen 40 Hochtechnologieunternehmen aus dem Osten Deutschlands Investoren und Kapital für die Unternehmensgründung bzw. ihr Wachstum.

Nachfrage: 40 Firmen benötigen 140 Millionen Euro Wagniskapital

Aktuell suchen diese Firmen in ihren Finanzierungsrunden etwa 140 Millionen Euro Kapital. Der gesamte Bedarf, den diese Unternehmen in weiteren Finanzierungsrunden anstreben, liegt bei über 200 Millionen Euro (inklusive der 140 Millionen Euro). "Ursprünglich war die Anzahl der qualifizierten Bewerbungen und benötigen Präsentationsslots etwa doppelt so hoch. Daraus lässt sich schließen, dass die tatsächliche Nachfrage nach Risikokapital deutlich über den 200 Millionen Euro liegen dürfte", erklärt Bettina Voßberg, Vorstandsvorsitzende HighTech Startbahn Netzwerk e.V., dem Veranstalter des Investorenkongresses. "Wir möchten jungen Technologieunternehmen den Zugang zu nationalen und internationalen Kapitalgebern ermöglichen bzw. erleichtern“, so Bettina Voßberg zu den Zielen der Innovationswerkstatt Kapital.

Hoher Bedarf an privatem Risikokapital

2013 wurden in Ostdeutschland insgesamt 241 Millionen Euro Wagniskapital eingesetzt. Allerdings entfielen letztes Jahr nur 56 Millionen Euro auf Unternehmen außerhalb Berlins.* "Allein bei unserem diesjährigen Investorenkongress liegt der Bedarf der 40 Firmen bei dem Zweieinhalbfachen des in Ostdeutschland eingesetzten Risikokapitals", sagt Bettina Voßberg. Die Nachfrage bei der "Innovationswerkstatt Kapital 2014" nach Risikoinvestments zeige, dass es ein enormes Potenzial gibt. "Scheinbar sind die neuen Bundesländer als Hochtechnologieregion mit lohnenswerten Investmentmöglichkeiten für nationale und internationale Investoren noch viel zu unbekannt. Hier müssen die Regionen mehr für sich und ihre Bekanntheit tun, um national und international sichtbar zu werden, gerade für Investoren und für strategische Partner", so Voßberg. "Das heißt ganz klar, dass ostdeutsche Technologieunternehmen mehr machen müssen, damit sie national und international wahrgenommen werden. Nur dann wird auch perspektivisch mehr Wagniskapital in Ostdeutschland investiert und Hochtechnologiefirmen erhalten die Chance, zu wachsen", meint die Chefin des Investorenkongresses. Die IWK sei eine solche Plattform, "und ist ein wichtiger Beitrag, damit mehr Unternehmen erfolgreiche Finanzierungsrunden drehen".

Nationale und internationale Investoren

"Mehr als 60 nationale und internationale Investoren kommen für zwei Tage nach Dresden", so Bettina Voßberg, Chefin des Investorenkongresses. "Für die Startups und Wachstumsunternehmen ist das eine enorm große Chance, ihre Unternehmen und Produkte vorzustellen", sagt Voßberg. Unter den Investoren sind Vertreter von Venture Capital-Fonds, die in Hochtechnologie investieren, investierende Family Offices sowie Business Angels und Vertreter interessierter Banken.

Fokus auf Hochtechnologie und Realwirtschaft

Die "Innovationswerkstatt Kapital 2014" richtet sich ausschließlich an Unternehmen aus der Hochtechnologie. In diesem Jahr präsentieren sich die 40 zuvor ausgesuchten Startups und Wachstumsunternehmen mit ihren Technologien und Geschäftsideen. Bei allen Firmen handelt es sich um Unternehmen mit kapital- und zeitintensiver Hochtechnologie und realer Wertschöpfungskette (kein E-Commerce und Apps). Mit dabei sind 17 Startups (bis fünf Jahre alt) sowie elf Wachstumsunternehmen. Außerdem beteiligen sich zwölf Gründungsprojekte (also noch zu gründende Startups). Die Projekte und Firmen kommen aus allen Technologiefeldern (Life Sciences, Materialwissenschaften, Mikro- und Nanoelektronik/ Informations- und Kommunikationstechnologie, Maschinen- und Anlagenbau, Umwelt- und Energietechnologien sowie Automotive Industrie) und wurden zuvor von Experten bewertet. Viele der pitchenden Unternehmen agieren in internationalen Nischenmärkten.

Über die "Innovationswerkstatt Kapital"

Die Innovationswerkstatt Kapital 2014 startet am 14. Oktober um 12.00 Uhr im Swissôtel Dresden Am Schloss. Der diesjährige Investorenkongress steht unter dem Motto „INVEST IN THE 40 BEST HIGHTECH VENTURES OF THE EAST: Die besten 40 Hightech-Unternehmen Ostdeutschlands suchen Investoren“. Auf dem zweitägigen Kongress präsentieren sich ausgewählte innovative Wachstumsunternehmen, Startups und Gründungsprojekte aus der ostdeutschen Hochtechnologie vor einem nationalen und internationalen Investorenpublikum.

Über den Standort

Die forschungsstarken Regionen in den Neuen Bundesländern bieten ein hervorragendes Potential für Innovationen, Forschungsinstitute und Universitäten. Sie setzen zunehmend auf den Transfer ihrer wissenschaftlichen Errungenschaften durch Ausgründungen. Junge Technologieunternehmen verändern mit Fantasie und Geschwindigkeit etablierte Geschäftsmodelle grundlegend – in einem bis vor wenigen Jahren ungeahnten Umfang. Häufig fehlt ihnen jedoch das Kapital zur Entwicklung des Prototyps, für den Markteinstieg oder die Internationalisierung. Weder gibt es vor Ort private Venture Fonds, noch hinreichend vermögende Privatpersonen, die sich als Business Angels an jungen Unternehmen beteiligen.

Zahlen, Daten, Fakten:

Kapital:

· Höhe der gesuchten Investitionssumme: 140 Millionen Euro
· Gesamtbedarf der Unternehmen: 200 Millionen Euro
· 11 Wachstumsunternehmen
· 17 Start-ups
· 12 Vorgründungsprojekte

Aufschlüsselung nach Bundesländern:

· Sachsen: 25
· Sachsen-Anhalt: 1
· Brandenburg: 2
· Berlin: 5
· Mecklenburg-Vorpommern: 3
· Thüringen: 4

Technologiefelder der pitchenden Unternehmen:

· IKT, Mikro- & Nanotechnologie (15)
· Umwelt- & Energietechnik (11)
· Automotive (3)
· Materialwissenschaften (13)
· Maschinen- & Anlagenbau (12)
· Life Sciences (13)
Hinweis: Mehrfachangabe möglich

*Angaben Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK) sowie High Tech Startbahn Netzwerk e.V.

Weitere Informationen:

Informationen zur Organisation der Veranstaltung:

Thomas Schulz (Organisation)
Telefon: 0351 463 42 704
E-Mail: schulz@hightech-startbahn.de

Medienkontakt:

WeichertMehner (Agentur)
Telefon: +49 (0)351 50140200
Robert Weichert, robert.weichert@weichertmehner.com, Mobil: +49 (0)151 41 92 46 64
Ulf Mehner, ulf.mehner@weichertmehner.com, Mobil: +49 (0)172 893 53 17


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