Software-Gründungs- und -Wachstumszentrum Dresden präsentiert sich auf der CeBIT 2016

08. März 2016
Mit einem starken Auftritt demonstriert die Dresdner Software-Industrie vom 14. bis 18. März auf der CeBIT 2016 in Hannover ihre Leistungskraft. Auf der weltweit größten Messe für Informationstechnik ist der Soft-ware-Standort Dresden mit 30, der Freistaat Sachsen mit insgesamt 65 Ausstellern und Softwareunternehmen vertreten. Auf dem Sächsischen Gemeinschaftsstand (Halle 5/Stand B 34) präsentieren sich zudem 11 Gründungs- und Wachstumsunternehmen, um dort mit Investoren, Kunden und Kooperationspartnern ins Gespräch zu kommen. Die dort vertretenen Startups zeigen IT-Technologien aus den Schwerpunkt-Bereichen Mobilkommunikation und E-Health.

Dresden ist Gründungs- und Wachstumszentrum für IT – Schwerpunkt liegt auf Industrielösungen
„Die CeBIT ist für den Software-Standort Dresden eine exzellente Plattform, sich als starkes IT-Gründungs- und -Wachstumszentrum zu zeigen“, sagt Dr. Robert Franke, Leiter des Amts für Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Dresden. „Jeder zweite Arbeitsplatz in der sächsischen IT-Branche ist in Dresden angesiedelt. Die Software- und IT-Dienstleistungen haben hier einen deutschlandweit vergleichsweise hohen Anteil an der Gesamtbeschäftigung. Mit der sachsenweit höchsten Gründungsintensität gehört Dresden zu den stärksten IKT-Gründungszentren Deutschlands. Es ist vor allem das Zusammenspiel von exzellenten Hochschulen, innovativen ITK-Unternehmen und Industrieanwendern, das in Dresden hervorragend klappt“, so Franke weiter.  Mit mehr als 400 Firmen und etwa 10.000 Mitarbeitern gehört die Branche zu den dynamischsten Wirtschaftsbereichen in Dresden. Der Schwerpunkt liegt vor allem auf Industrie-IT und der Software-Entwicklung an der Schnittstelle zu klassischen Industrien.

IT-Branche in Sachsen: Starke wirtschaftliche Dynamik und große Potenziale
Den gesamten Freistaat betrachtet, arbeiten 24.000 Menschen in 2.700 Softwarefirmen und erwirtschaften zusammen einen  Jahresumsatz  von etwa 2,5 Milliarden. „Die durchschnittliche Wachstumsrate bei der Be-schäftigung liegt in Sachsen derzeit bei 7,7 Prozent. Die Software-Branche ist damit im Industrievergleich unangefochtener Spitzenreiter“, so Dirk Röhrborn, Landessprecher des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM e. V.) und Geschäftsführer der Dresdner Communardo Software GmbH. „Trends wie die Digitalisierung, das Internet der Dinge, Software als Innovationstreiber aller Industrien und die Expansion der Wissensgesellschaft sorgen zudem für ein riesiges Potenzial für die IT-Industrie. Um national und international IT-Fachkräfte zu gewinnen und Unternehmen anzusiedeln, müssen wir die Wahrnehmung Sachsens als leistungsstarken deutschen IT- und Software-Standort deshalb weiter erhöhen.“ 

Standort-Gründungsinitiativen geben Startups und Innovationen Schubkraft 
Die vielen Unternehmen und Forschungseinrichtungen machen Dresden und Sachsen zu einer attraktiven Region für IT-Unternehmen. Betreut und unterstützt werden sie dabei von den Gründerinitiativen und -netzwerken am Standort – angefangen bei Dresden exists für Gründer in der Vorgründungsphase über den landesweiten Wettbewerb futureSAX hin zur Wagniskapitalfinanzierung durch die HighTech Startbahn. „Wir freuen uns, in diesem Jahr erstmals im Rahmen der futureSAX-Start-up Corner geballte sächsische Innovati-onskraft auf der CeBIT präsentieren zu können“, so futureSAX-Projektleiterin Marina Heimann. „Für junge Unternehmen ist es wichtig, bekannt zu werden und neue Kontakte zu knüpfen. Daraus ergeben sich neue Impulse für die Weiterentwicklung der Idee, die sogar zur Beschleunigung des Markteintritts führen können. Die Startup-Plattform ‚Scale 11’  auf der CeBIT ist genau der richtige Ort dafür, weshalb es uns als Innovationsplattform des Freistaates Sachsen besonders freut, den Jungunternehmern diese Möglichkeit bieten zu können“, so Heimann weiter.
 
HichTech Startbahn: Unterstützung für Hightech-Gründer in den kritischen ersten Jahren
Die HighTech Startbahn unterstützt mit ihrem Business-Inkubator und dem Netzwerk Gründer aus ostdeut-schen und insbesondere aus sächsischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen mit Knowhow, Personal und Zugang zu Kapital in der wichtigen Phase nach der Gründung. Vor allem in den ersten fünf Jahren der Geschäftstätigkeit ist die strategische Entwicklung des Unternehmens, sowohl auf Personal- als auch auf Produkt-, Kunden- und Ressourcenebene, schwierig. Die HighTech Startbahn hilft Startups, die kritischen ersten Jahre erfolgreich zu meistern und ihre Unternehmen zu etablieren. „Wir wissen um die volkswirtschaftliche Bedeutung von Hightech Startups“, sagt Bettina Voßberg, Vorsitzende des HighTech Startbahn Netzwerk e. V. „Sie sind aus der Innovationsfähigkeit europäischer Technologiekompetenzfelder nicht mehr wegzudenken. Mit Einfallsreichtum, hoher persönlicher Risikobereitschaft und Experimentierfreude entwickeln sie neue Geschäftsmodelle und zukunftsweisende Anwendungslösungen. Uns macht die Arbeit mit diesen Unternehmern viel Spaß und wir freuen uns über jeden erreichten Meilenstein in der Geschäftsentwicklung unserer Mitglieder und Kunden“, so Voßberg weiter.

Auf der CeBIT: Startschuss für Europas führenden Hightech-Investorenkongress 
Am 15. März geben die Landeshauptstadt Dresden und der HightechStartbahn e. V. auf der CeBIT den Start-schuss für den europaweiten ‚Call for Project’ für die HIGHTECH VENTURE DAYS 2016 – Europas führendem Investorenkongress mit Fokus auf der Hochtechnologie-Branche. „Mit den europäischen HIGHTECH VENTURE DAYS ist Dresden im Oktober 2016 der ‚place to be’ für kapitalsuchende Hightech-Startups und -Wachstumsunternehmen, um internationale Investoren und Industriepartner zu gewinnen. Dresden baut mit diesem hochkarätigen internationalen Venture-Forum seine Position als europäischer Knotenpunkt für Hightech-Wagniskapital weiter aus“, so Bettina Voßberg. 

Schwerpunkte der Startups auf der CeBIT 2016 : IT für die mobile Kommunikation und Smart Health
Auf der CeBIT stellen Startup-Unternehmen aus Dresden und der Region ihre Software-Lösungen für die digitale Welt von heute und morgen vor. Die Schwerpunkte liegen dabei auf IT für die mobile Kommunikation und für Anwendungen im Gesundheitsbereich.

Die Simless GmbH präsentiert ihre Software-Lösung für SIM-Karten-freie Mobilkommunikation. Simless-Geschäftsführer Karsten Ohme: „Die CeBIT bietet uns hervorragende Möglichkeiten, mit nationalen und internationalen Industrievertretern und Fachexperten aus dem Telekommunikationsbereich ins Gespräch zu kommen. Dabei zielen wir insbesondere auf Erstausrüster von Mobiltelefonen und Machine-to-Machine-Endgeräten ab, bei denen die Informationen über Mobilfunk ausgetauscht werden – also Erstausrüster etwa  von Fahrzeugen, Maschinen, Containern und Automaten.“ Mit der Software des Dresdner Startups Slock.it wird das Smartphone zum ‚Smart Lock’: Mit seinem Telefon kann der Nutzer im Handumdrehen zum Beispiel Türen öffnen, Gebühren entrichten, Gegenstände vermieten oder auch das Aufladen von Elektrofahrzeugen an Ladesäulen bezahlen. Bei der RadioOpt GmbH geht es um die Qualität von Netzwerken: Mit der IT des Dresdner Startups können Netzbetreiber und Serviceanbieter feststellen, in welcher Qualität die Mobilfunknetze bei ihren jeweiligen Kunden zur Verfügung stehen.  

Zu den IT-Innovationen, die Dresdner Startups auf der CeBIT vorstellen, gehören auch zukunftsweisende Lösungen für ‚Smart Health’, das digitale Gesundheitswesen. Mit Hilfe der von diafyt entwickelten vollautomatischen Insulinpumpe lässt sich die Therapie bei Diabetikern optimieren – und verschafft den Patienten damit mehr Freiheit. Eine Unterstützung für Pflegepersonal und andere bietet die Pflegesoftware der CareSocial GmbH: Pflegedokumentation, Behandlungsunterlagen, Arbeitsabläufe – die cloudbasierten IT-Anwendungen des Unternehmens bieten alles, was ein moderner Pflegedienst, eine Tageseinrichtung, betreutes Wohnen oder ein Intensivpflegedienst braucht.

Liste von Dresdner Softwarefirmen und Ausstellern auf der CeBIT:
  • 3D Interaction Technologies 
  • BINEE.com
  • Biophysical Tools 
  • CareSocial 
  • manaTEC
  • Nureo UG
  • RadioOpt
  • Simless
  • Slock.it
  • alltrotec Softwaresystemhaus
  • CLOUD & HEAT Technologies
  • Communardo Software
  • Detact
  • Digitale Offensive Sachsen
  • DUALIS IT Solution
  • futureSAX
  • Green City Solutions
  • HighTech Startbahn
  • Holy Trinity
  • IHK Dresden
  • intecsoft
  • Landeshauptstadt Dresden – Amt für Wirtschaftsförderung
  • linguwerk
  • SoftEd Systems
  • Trade 400
  • TU Dresden – cfaed
  • TU Dresden – ZIH
  • Wichmann Systemhausgruppe
  • Wirtschaftsförderung Sachsen 
  • XIMA MEDIA


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Exzellenz als Prinzip

Dresdens Erfolg beruht auf den Schlüsseltechnologien Mikroelektronik, Informations- und Kommunikationstechnologie und Software, Neue Werkstoffe und Nanotechnologie sowie Life Sciences und Biotechnologie. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Unternehmen und Forschungseinrichtungen bringt Dresden voran.