TU Dresden übernimmt Koordination von zwei neuen DFG-Schwerpunktprogrammen

10. April 2019
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) richtet 14 neue Schwerpunktprogramme für das Jahr 2020 ein. 50 Initiativen hatten sich um die sechsjährige Förderung beworben. An der Technischen Universität Dresden bekamen gleich zwei Programmkoordinatoren den Zuschlag für neue Forschungsschwerpunkte. Sowohl Thomas Heine, Professor für Theoretische Chemie, als auch Ronald Tetzlaff, Professor für Grundlagen der Elektrotechnik, überzeugten die DFG von ihren Themen. Ab 2020 können bundesweit Wissenschaftler Anträge einreichen, um sich an den Forschungen zu beteiligen. Ziel der interdisziplinär angelegten Schwerpunktprogramme ist die Untersuchung wissenschaftlicher Grundlagen besonders aktueller oder sich gerade bildender Forschungsgebiete.
 
Ziel des DFG-Schwerpunktprogramms „2D-Materialien – die Physik von van der Waals [Hetero-]Strukturen (2DMP)“ ist es, die Auswirkungen der van der Waals-Wechselwirkungen auf die Materialeigenschaften zu verstehen und neue physikalische Phänomene zu entdecken. Schon heute sind potenzielle Anwendungsgebiete zu erkennen, beispielsweise in der Sensorik oder der Quantenoptik. Der Forschungsschwerpunkt wird im Wesentlichen von Physikern getragen, Koordinator Professor Thomas Heine erwartet darüber hinaus wichtige Beiträge aus der Chemie (Materialbezug) sowie der Elektronik und Elektrotechnik (elektronische Bauelemente).

Die Koordination für das zweite von der DFG geförderte Schwerpunktprogramm „Memristive Bauelemente für intelligente technische Systeme“ an der TU Dresden obliegt Prof. Ronald Tetzlaff von der Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik und dreht sich um Memristoren-Forschung. Memristoren sind speicher- und rechenfähige nanoelektrische Bauelemente. Ihre spezifischen Eigenschaften ermöglichen es, dass deutlich mehr Speicher als bisher auf engsten Raum integrierbar ist und neuartige, biologisch inspirierte Netzwerke zur Informationsverarbeitung geschaffen werden können. Dadurch entstehen elektronische Schaltkreise, deren Leistungsfähigkeit erheblich größer ist als die konventioneller Halbleiterlösungen.
 
Die 14 neuen Verbünde erhalten zunächst für drei Jahre insgesamt rund 85 Millionen Euro. Hinzu kommt eine 22-prozentige Programmpauschale für indirekte Kosten aus den Projekten. Aktuell fördert die DFG 97 Schwerpunktprogramme.


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